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Kleine Kinder, große Kinder : Eine Therapie gegen Kleinwuchs?

Kinder und Jugendliche im Norden und Westen Europas sind im Durchschnitt größer als Gleichaltrige im Rest der Welt. Bild: Getty

Wenn sich abzeichnet, dass Kinder sehr klein bleiben oder extrem in die Höhe schießen werden, können Ärzte einschreiten, mit einer Operation oder Medikamenten. Doch die Behandlungen bergen Risiken. Ein neues Mittel könnte bei einer häufigen Ursache von Kleinwuchs helfen.

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          Wie groß ein Kind einmal werden wird, lässt sich manchmal aus seiner linken Hand lesen. Selbst als Erwachsener erinnert man sich dann meist noch an den Besuch in einer Spezialklinik, wo Ärzte die Hand röntgten und mit den Eltern beratschlagten, weil sie sich um ihr zu klein oder zu groß geratenes Kind sorgen. Für Fünfjährige ist es Magie: Ein Foto von der Hand, und die Fremden im weißen Kittel prophezeien die zukünftige Größe. Für die Eltern steht eine schwere Entscheidung an: Soll mit Medikamenten oder einer Operation interveniert werden? Wie groß ist zu groß, wie klein zu klein?

          Johanna Kuroczik
          Redakteurin im Ressort „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die erste Operation zur Beinverlängerung wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vorgenommen, aber das Knochenwachstum lässt sich auch auf andere Weise manipulieren. In den fünfziger Jahren begann man, Mädchen, die mit zwölf bereits Erwachsene überragen, Sexualhormone zu verabreichen, die das Wachstum bremsen. Inzwischen geriet die Hormontherapie in Verruf, und die medizinische Forschung sucht nach neuen, schonenden Wegen, um Patienten zu helfen. So könnte im nächsten Jahr ein Medikament zur Verfügung stehen, das kleinwüchsige Menschen wachsen lässt, sofern sie unter Achondroplasie leiden.

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