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Frankfurter Studie : Leben retten mit Nasenspray

  • Aktualisiert am

Kommt bislang nur selten zum Einsatz: Das Naloxon-Nasenspray (Symbolbild) Bild: Rüchel, Dieter

Viele Drogentodesfälle könnten durch ein Nasenspray verhindert werden, wie das Institut für Suchtforschung der Frankfurter Fachhochschule berichtet. Noch kommt das Medikament nur selten zum Einsatz.

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          1581 Drogentodesfälle wurden im Jahr 2020 verzeichnet, etwa 600 davon stehen in Verbindung mit dem Konsum von Heroin und anderen Opioiden. Viele solcher Todesfälle könnten durch ein Naloxon-Nasenspray vermieden werden, sagt Heino Stöver, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Suchtforschung an der Frankfurt University of Applied Sciences. Denn Naloxon kann innerhalb weniger Minuten die atemlähmende Wirkung von Opioiden aufheben und damit Leben retten.

          Doch bislang kommt das Medikament nur selten zum Einsatz. 2019 wurde das verschreibungspflichtige Nasenspray nur 370 Mal per Kassenrezept und 570 Mal per Privatrezept an Drogenabhängige ausgegeben – bei geschätzt 165.000 Opioid-Konsumenten in Deutschland.

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