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Infektionskette : Europa exportiert die Masern nach Amerika

  • -Aktualisiert am

Gerade bei der zweiten Masernimpfung sind die Deutschen zurückhaltend Bild: dpa

Die diesjährigen Masernausbrüche in Europa und auf dem amerikanischen Kontinent stehen in Verbindung. Das gab jetzt die Weltgesundheitsorganisation bekannt.

          Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ermittelt, dass die diesjährigen Masernausbrüche in Europa, Afrika und auf dem amerikanischen Kontinent in Verbindung stehen. Offenbar geht die Mehrzahl der Fälle in Nord- und Südamerika auf eine Einschleppung aus Europa zurück. Lediglich Ausbrüche in den Vereinigten Staaten, Chile und Ecuador lassen sich mit Afrika in Verbindung bringen. In Europa zirkuliert derzeit der Genotyp D4, der 2008 in Großbritannien auftrat. Die höchste Fallzahl verzeichnet Frankreich mit etwa 14 000 Infizierten in den ersten sechs Monaten des Jahres. Gravierender noch sind die Meldungen aus Afrika: In Kongo etwa kam es zu mehr als 100 000 Erkrankungen, 1100 Patienten starben.

          Ausgerechnet die Masernimpfung wird ausgelassen

          Das Masernvirus löst Hautflecken, Fieber und unter Umständen auch Lungen- und Gehirnentzündungen aus. In Deutschland sind seit Beginn des Jahres schon 1548 Fälle gemeldet worden. In den vier Jahren zuvor waren es jeweils weniger als tausend Fälle.

          Die Ständige Impfkommission empfiehlt zwei Masernimpfungen im zweiten Lebensjahr. Zwar sind die generellen Impfquoten - die bei Schulanfängern erhoben werden - in Deutschland in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen oder konstant geblieben. Bei der zweiten Masernimpfung allerdings zeige sich eine Lücke, warnte das Robert-Koch-Institut unlängst.

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