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Impfskeptiker und Populismus : „Sie misstrauen Eliten“

Eine Impfgegnerin während einer Kundgebung der Initiative „Querdenken“ in Stuttgart (Archivfoto) Bild: dpa

Der Politikwissenschaftler Florian Stöckel erforscht Impfskepsis in Bezug auf Populismus und findet interessante Zusammenhänge. Ein Gespräch über Impfgegner, ihre Beweggründe und Unterschiede zwischen den Impfstoffen.

          4 Min.

          Während die Delta-Welle über Europa rollt und die Infektionszahlen wieder steigen, nimmt auch die Lautstärke in der Diskussion über eine mögliche Impfpflicht zu. Davon hält die Bundesregierung Abstand, man setzt auf Freiwilligkeit. Und auf die lassen tatsächlich die Ergebnisse des fünften Report zum Covid-19-Impfquoten-Monitoring in Deutschland hoffen: Unter allen Ungeimpften in einer aktuellen Befragung gaben 67 Prozent an, sich „auf jeden Fall“ beziehungsweise „eher“ impfen lassen zu wollen als nicht. Berücksichtigt man noch die mindestens einmal Geimpften, ergibt sich ein Anteil von etwa 88 Prozent impfbereiter oder geimpfter Personen. Aber was ist mit den anderen?

          Sonja Kastilan
          Redakteurin im Ressort „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Herr Stöckel, Sie sind Politikwissenschaftler und beschäftigen sich mit dem Thema Impfen und den Impfskeptikern. Was können Sie über deren Haltung oder Argumente sagen?

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