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Heilung für Nervenschäden : Hautmittel bessern multiple Sklerose

  • -Aktualisiert am

Bild: dpa

Zwei Medikamente, die man eigentlich bei Hautleiden einsetzt, könnten die Nervenschäden von Patienten mit multipler Sklerose bessern - das zeigen zumindest Versuche mit Mäusen.

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          Zwei Medikamente gegen Hautleiden könnten geeignet sein, die Nervenschäden von Patienten mit multipler Sklerose zu bessern. Hinweise darauf liefern jedenfalls die bei Mäusen und menschlichen Zellen gewonnenen Erkenntnisse von Genforschern der Universität in Cleveland, Ohio.

          Paul Tesar und seine Kollegen waren zunächst der Frage nachgegangen, ob es unter den bereits zugelassenen Arzneien kleine Biomoleküle mit der Fähigkeit gibt, die Produktion des Nervenhüllstoffs Myelin im Gehirn anzukurbeln. Denn dieses Protein, das die Nervenfasern isoliert und vor schädlichen Einflüssen bewahrt, wird bei MS-Patienten vom körpereigenen Immunsystem attackiert und zerstört.

          Herstellung von Myelin

          Wie die Wissenschaftler in „Nature“ (doi:10.1038/nature14335) berichten, besaßen zwei der getesteten Stoffe die gewünschten Eigenschaften: Sie brachten die angepeilten Hirnzellen - die Oligodendrozyten - dazu, auszureifen und vermehrt Myelin herzustellen, und waren ferner in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu überqueren. Solche Wirkungen entfalteten die Biomoleküle nicht nur in der Zellkultur, sondern auch bei lebenden Mäusen mit einer multiple-Sklerose-artigen Autoimmunerkrankung. Die Nervenschäden der kranken Nager gingen daraufhin nachhaltig zurück, so dass sich die Tiere merklich erholten. In weiteren Studien wollen die Forscher nun klären, ob sich diese Erkenntnisse auf den Menschen übertragen lassen.

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