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Gentests : Keine Angst mehr vor der Chemo?

  • -Aktualisiert am

Eine Überdiagnose ist beim regelmäßigen Mammographie-Screening selten. Bild: dpa

Von Brustkrebs geheilt zu werden, ist das Ziel von Chemotherapie und Bestrahlung. Vielen bleiben aber bloß Nebenwirkungen. Lässt sich durch Gentests eine unnötige Behandlung vermeiden?

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          Volkmar Müller hatte geahnt, dass bei der TailorX-Studie etwas Wichtiges herausgekommen sein müsse, als er das Programmheft für den jüngsten Asco-Krebskongress in Chicago las. Unter den mehr als 2500 Arbeiten war die Studie als eine von vier ausgewählt, die es in die Hauptvorträge geschafft haben. Der stellvertretende Direktor der Uni-Frauenklinik in Hamburg sollte nicht enttäuscht werden: „Ich habe mich regelrecht gefreut, als ich die Ergebnisse hörte, denn so können wir mehr Frauen eine Chemotherapie ersparen.“

          Die Chemotherapie ersparen? Eigentlich soll die Chemo helfen, heilen sogar, wenn möglich. Seit vielen Jahren gilt sie als etablierte Therapie, aber sie ist längst an Grenzen gestoßen. Als vor dreißig  Jahren klinische Studien erstmals zeigten, dass die Behandlung das Risiko der Brustkrebspatientinnen für Rückfälle senkt, wurde sie als Standardempfehlung in die Behandlungsleitlinien aufgenommen, und weniger Frauen starben seither an dem Krebs. Fakt ist aber auch: Die Chemotherapie wirkt längst nicht immer, oft bleiben nur die Nebenwirkungen. „Wir haben seit vielen Jahren das Problem, dass wir bei einigen Frauen nicht genau wissen, ob wir darauf verzichten können“, sagt Müller.

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