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Antibiotika : Ein eiweißartiger Stoff stärkt das Immunsystem

  • Aktualisiert am

Immer mehr Krankheitserreger lassen sich kaum noch durch Antibiotika bekämpfen. In Zukunft gibt es aber möglicherweise eine Alternative im Kampf gegen Infektionen: Peptide, die das angeborene Immunsystem aktivieren.

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          Kleine, eiweißartige Moleküle, sogenannte Peptide, könnten eines Tages anstelle von Antibiotika oder ergänzend dazu gegen bakterielle Infektionen verwendet werden. Diesen Schluss ziehen kanadische Forscher aus Experimenten, bei denen Mäuse mit aggressiven, zum Teil gegen Antibiotika unempfindlich gewordenen Keimen infiziert worden waren. Behandelte man die Tiere vor oder bis zu vier Stunden nach der Infektion mit einem als IDR-1 bezeichneten Peptid, stieg ihre Überlebensrate deutlich.

          Die aus 13 Aminosäuren bestehende Verbindung aktiviert das angeborene Immunsystem, insbesondere Fresszellen und Monozyten, wie die Forscher um Robert Hancock von der University of British Columbia in Vancouver in der Online-Ausgabe von „Nature Biotechnology“ berichten. Schwere Nebenwirkungen traten nicht auf.

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