https://www.faz.net/-gwz-7tz5m

Ebola in Westafrika : Obama schickt 3000 Soldaten in Seuchenregion

  • Aktualisiert am

Die Helfer in den Krisengebieten bekommen Unterstützung der amerikanischen Armee Bild: AFP

Amerika will die westafrikanischen Staaten im Kampf gegen Ebola deutlich stärker unterstützen. Soldaten sollen insgesamt 17 Behandlungszentren aufbauen und Tausende Helfer im Umgang mit der Seuche schulen.

          1 Min.

          Die Vereinigten Staaten wollen nach Angaben aus Regierungskreisen ihre Anstrengungen zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika deutlich verstärken. Dazu sollten 17 Behandlungszentren aufgebaut sowie Tausende Gesundheitshelfer geschult und ein militärischer Stab zur Koordinierung der Maßnahmen geschaffen werden, hieß es. Präsident Barack Obama werde Einzelheiten dazu im Laufe des Dienstags bekanntgeben.

          Insgesamt sollen rund 3000 Militärangehörige nach Liberia verlegt werden. Jedes der 17 Behandlungszentren werde mit 100 Betten ausgestattet. Amerika will zudem in den kommenden sechs Monaten pro Woche bis zu 500 Pflegekräfte im Umgang mit Ebola schulen sowie Medikamente und Desinfektionsmittel an Tausende Haushalte verteilen. Die Kommandozentral soll In der liberianischen Hauptstadt Monrovia  errichtet werden. Dort wütet die Seuche besonders schlimm.

          Bedrohung für die nationale Sicherheit

          Obama hatte die Epidemie als Bedrohung der nationalen Sicherheit bezeichnet. Allerdings sah er sich auch mit der Kritik konfrontiert, er tue zu wenig zur Bekämpfung der Seuche, die sich nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation sehr schnell ausbreitet.

          Mehr als 2400 Menschen sind bereits an Ebola gestorben; fast 5000 Fälle wurde in Westafrika offiziell registriert. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein. Der Internationale Währungsfond hatte vergangene Woche vor einem Kollaps der Wirtschaft in der Region gewarnt.

          Angesichts der dramatischen Situation hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen Diplomaten zufolge abermals eine Krisensitzung zur Ebola-Epidemie in Westafrika angesetzt. Ebola ist erst die zweite Epidemie mit der sich das höchste Gremium der Organisation befasst. Im Jahr 2000 habe Aids auf der Agenda gestanden. Das Ebola-Treffen sei für Donnerstag angesetzt worden.

          Weitere Themen

          Ebola ist wieder da

          Ausbruch in Kongo : Ebola ist wieder da

          Anfang März herrschte Hoffnung, dass Ebola in Kongo fürs Erste besiegt sei. Jetzt sagt der Gesundheitsminister: „Wir haben eine neue Epidemie.“ Es gibt bereits Tote.

          Topmeldungen

          Aufgebahrt in einem goldenen Sarg: George Floyd.

          Tod von George Floyd : Kollektives Trauern

          Neun Schweigeminuten und bewegende Reden: In Minneapolis haben Politiker und Angehörige um Gorge Floyd getrauert. Den Bürgerrechtler Al Sharpton stimmt es hoffnungsvoll, dass auch in Deutschland viele junge Menschen gegen Rassismus auf die Straße gehen.
          Der einstige Wohnsitz des Verdächtigen in Südportugal.

          Mordfall „Maddie“ : Belastende Details gegen Beschuldigten

          Immer mehr Einzelheiten werden über den Deutschen bekannt, der nach Ansicht der Ermittler vor rund 13 Jahren die kleine Madeleine McCann getötet haben könnte. Das Strafregister des Deutschen soll rund 17 Einträge aufweisen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.