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Ebola-Ausbruch in Afrika : Ein Herz in tiefster Finsternis

Die Streitkräfte der Demokratischen Republik Kongo sind nicht die einzigen Bewaffneten im Krisengebiet. Im Nordosten des Landes stiften Rebellen Unruhe. Bild: EPA / Hugh Kinsella Cunningham (alle Fotos)

Tausende Menschen starben in der Demokratischen Republik Kongo bereits an Ebola. Der aktuelle Ausbruch ist bisher nicht zu stoppen. Ärzte werden attackiert, und das Misstrauen in der Bevölkerung ist so groß, wie das Land reich ist an Bodenschätzen .

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          Zaire gibt es nicht mehr. Aber der Name besteht weiter, denn ein Zaire-Ebola-Virus existiert. Welche Horrorszenarien das bedeutet, lässt sich derzeit an den Berichten der Weltgesundheitsorganisation zur akuten Krise in Kongo ablesen. Oder allabendlich dem Newsletter des Gesundheitsministeriums in Kinshasa entnehmen, das bis zum 21. Mai 1847 Infizierte meldete, von denen 1223 bereits verstorben sind. Und auf diese Weise werden die tödlichen Erreger ewig an die bewegte Geschichte des Landes erinnern, in dem man sie 1976 zum ersten Mal entdeckte.

          Sonja Kastilan
          Redakteurin im Ressort „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Aus Zaire wurde die Demokratische Republik Kongo, und von Ebola sind mittlerweile mehrere Arten und etliche Stämme bekannt. Zur Gruppe „Zaire Ebola“ gehören die gefährlichsten, und das, was seit dem letzten Sommer Dörfer und Städte nördlich des Kongo-Flusses heimsucht, wird von Genetikern als „Ituri“ klassifiziert. Dieser Virenstamm unterscheidet sich nachweislich von jenen Erregern, die im Frühjahr 2018 in der westlichen Provinz Équateur 33 Menschen das Leben kosteten. Während sich die Epidemie dort innerhalb von Wochen wieder eindämmen ließ, ist der Ausbruch im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo bisher nicht aufzuhalten und hält seit neun Monaten an.

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