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E-Zigaretten : Die sanfte Exit-Strategie für Raucher?

Inzwischen ist die vierte Generation von E-Zigaretten auf dem Markt. Bild: San Francisco Chronicle / Polari

Sind E-Zigaretten das Richtige, wenn man mit dem Tabakrauchen aufhören will? Die Debatte läuft heiß, und sie wird von mysteriösen Todesfällen und der Sorge überlagert, Jugendliche zu verführen.

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          Keine erhöhten Risiken und deshalb keine strengeren Regeln, das ist grob zusammengefasst, die Reaktion der deutschen Behörden auf die mysteriösen E-Zigaretten-Todesfälle in den Vereinigten Staaten. Von 33 Todesopfern durch den Konsum elektronischer Zigaretten, offiziell registriert in 24 amerikanischen Bundesstaaten, sprach vor wenigen Tagen die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC. Dazu kommen allerdings noch weit mehr als tausend nachgewiesene und ebenso unerklärliche Erkrankungen vor allem der Lungen, die zumindest ein Missverständnis im Hinblick auf das Dampfen von E-Zigaretten oder E-Shishas auch bei den Gutgläubigsten aus der Welt schaffen sollten: Es lauern nicht unerhebliche Gesundheitsrisiken im vermeintlich harmlosen aromatisierten Wasserdampf.

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          In einigen amerikanischen Bundesstaaten und Indien gibt es für E-Zigaretten mittlerweile ein Verkaufsverbot. Warum das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Warnung vor dem Konsum der elektronischen Glimmstengel dennoch nicht verschärft hat, liegt an zweierlei: Erstens, so ließ BfR-Toxikologe Frank Henkler-Stephani auf einem Treffen von Suchtforschern an der Frankfurter Fachhochschule jüngst wissen, sei der deutsche und europäische Markt für E-Zigaretten deutlich strenger im Hinblick auf die Inhaltsstoffe reguliert als der amerikanische – was möglicherweise auch erklärt, warum hierzulande noch keine schweren akuten E-Zigaretten-Erkrankungen gemeldet wurden. Und zweitens wird die E-Zigarette ganz offensichtlich von den Behörden als eine Art Ersatz für eine in vielerlei Hinsicht völlig unterentwickelte Tabakprävention (Beispiel Tabakwerbung) im Land gepflegt.

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