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Folgeschäden durch Sars-CoV-2 : Die Corona-Entgleisungen im Gehirn

Hirnveränderungen durch die Corona-Infektion sind im Hirnscanner schwer zu erkennen. Bild: dpa

Gestörte Empfindungen, tiefe Erschöpfung, Muskelzucken und Hirnentzündungen – die Pandemie-Erreger dringen in den Schädel ein und sind eine Gefahr für unser Gehirn. Doch offenbar sind sie dabei häufig gar nicht selbst die Zerstörer.

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          Wie stark das Gehirn unter einer Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus leidet, wie nachhaltig es möglicherweise sogar langfristig geschädigt wird,  wurde anfangs kaum beachtet – und dann umso genauer verfolgt. Denn die Fallberichte über neurologische Schäden bei vermeintlich genesenen und auch bei verstorbenen Corona-Patienten nahmen Woche für Woche zu. Einigermaßen Klarheit aber gab es fürs Erste aber nur um eines der auffälligsten Covid-19-Symptome: Wer plötzlich keinen Knoblauch oder Kaffee mehr riechen kann, der hat mit großer Wahrscheinlichkeit das neue Pandemievirus im Körper. Mutmaßlich sogar im Riechkolben und damit gewissermaßen auch schon im Gehirn.

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Geruchs- und Geschmacksverluste, die über  Wochen und offensichtlich sogar über Monate andauern können,  sind inzwischen zu einer Art Leitsymptom einer Sars-CoV-2-Infektion geworden. Dabei ist das Eindringen der neuen Erreger in die Nervenbahnen des Riechorgans keineswegs eine Überraschung.

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