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Deutsche Krebshilfe : „Das Thema eignet sich nicht für Polemik“

Wie gut hat sich die Früherkennung bewährt? Auswertung der Röntgenbilder einer Mammographie Bild: WDR

Die größte Förderorganisation der Krebsmedizin im Kreuzfeuer der Kritik. Fortschritte würden überbewertet, Gelder falsch verwendet. Was ist dran? Ein Gespräch.

          9 Min.

          FRAGE: Frage: Der frühere Präsident der Krebsgesellschaft, der Urologe Lothar Weißbach, hat der Krebshilfe in dieser Zeitung und im "Ärzteblatt" mehr oder weniger offen Versagen vorgeworfen. So etwas gab es noch nie. Ist die Krebshilfe dabei, ihre Autorität zu verlieren?

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Pleitgen: Als Journalist ist mir Kritik willkommen, aber sie sollte wenigstens in etwa stimmen. Was Professor Weißbach zur Deutschen Krebshilfe äußerte, hat ihm in der Fachgemeinde keine Achtung eingebracht. Das gilt für Stil, Verantwortungsbewusstsein und Inhalt gleichermaßen. Das Thema Krebs eignet sich nicht für Polemik, in der man sich sogar zu einem NS-Begriff wie "Gleichschaltung" hinreißen lässt. Die Deutsche Krebsgesellschaft hat sich von dem Artikel sofort distanziert. In Leserbriefen haben renommierte Mediziner und Forscher ihr völliges Unverständnis zum Ausdruck gebracht.

          FRAGE: Die Bilanz des Herrn Weißbach fällt denkbar schlecht aus. Die Früherkennung mache aus einem gesunden einen chronischen Patienten, behauptet er. Statt dessen Überdiagnosen, und damit stieg die Zahl von unnötigen Überbehandlungen zehnmal mehr als diejenige der verhinderten Todesfälle. Geht die Krebsmedizin da einen falschen Weg?

          Werner Hohenberger ist seit zehn Jahren Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, die größte wissenschaflich-onkologische Fachorganisation, in der die meisten Krebsärzte zusammengeschlossen sind.

          Pleitgen: Krebs ist die Krankheit, vor der sich die Menschen am meisten fürchten. Aber die Angst hilft ihnen nicht. Die Bevölkerung sollte dazu gebracht werden, sich offensiv mit dieser gefährlichen Krankheit zu beschäftigen. Frühzeitig. Bei den meisten Krebserkrankungen hängen die Heilungschancen maßgeblich davon ab, ob der Tumor früh genug erkannt wird. Deshalb finde ich das gesetzliche Krebs-Früherkennungsprogramm grundsätzlich richtig. Rustikale Pauschalurteile halte ich hingegen für fragwürdig. Früherkennung ist komplex. Entsprechend differenziert sollte damit umgegangen werden. Die Fachleute kennen sich da besser aus als ich.

          Jonat: Natürlich gibt es überragende Fortschritte. Die Entwicklungen, die in den vergangenen zehn Jahren abgelaufen sind, können überhaupt erst in den nächsten fünf oder zehn Jahren sichtbare Ergebnisse liefern. Das wissen wir etwa aus dem Brustkrebsscreening in den Niederlanden. Dort ist es ähnlich wie in anderen Ländern mit Brustkrebsfrüherkennungsprogrammen zu einer Reduktion der Mortalität des Brustkrebses trotz Anstiegs der Inzidenz gekommen. Brustkrebs wird früher erkannt und führt daher seltener zum Rezidiv oder zum Tod. Auch bei anderen Tumorarten sehen wir diese Erfolge, so etwa beim Melanom. Wird Hautkrebs rechtzeitig erkannt, können alle Tumorarten gut behandelt und geheilt werden. Die möglichen Beeinträchtigungen durch eine Überdiagnose, d. h. durch Behandlung einer Hautveränderung, die möglicherweise im weiteren Leben nicht belastend gewesen wäre, sind gegenüber den Vorteilen der Früherkennung geringer einzuschätzen. Pauschalaussagen gegen das Screening sind unverantwortlich und gefährlich, weil sie verhindern, dass Menschen die Früherkennungsangebote nutzen.

          Fritz Pleitgen, seit zwei Jahren Präsident der Deutschen Krebshilfe, war viele Jahre als Journalist beim WDR und als Rundfunkintendant tätig.

          Hohenberger: Wichtigstes Ziel der Darmkrebs-Früherkennung ist es, die Zahl der tumorbedingten Todesfälle zu senken. Werden Krebsvorstufen frühzeitig entdeckt, können sie entfernt und somit eine bösartige Entartung vermieden werden. Sowohl der Stuhl-Blut-Test für Männer und Frauen ab 50 Jahren als auch die Darmspiegelung ab 55 Jahren sind sinnvolle Maßnahmen zur Darmkrebs-Früherkennung. Natürlich gibt es auch Komplikationen in der Vorsorge. Beim Darmkrebs haben wir ein oder zwei Todesfälle pro zehntausend Darmspiegelungen. Aber der Anteil der früh im Stadium eins erkannten und damit heilbaren Tumore geht von 20 Prozent in Richtung 40 Prozent. Die Zahlen für die frühe Adenom-Entfernung gehen auch in den Vereinigten Staaten deutlich nach oben, wo viel mehr koloskopiert wird. Wir betreiben hier wirklich Prophylaxe, also Vorbeugung. Das kann man zeigen. Nur: Man darf nicht den Fehler mancher Kritiker machen und den Effekt in der Vorsorge in einer großen Population beweisen zu wollen. Man muss sich Untergruppen ansehen. Wenn wir beim Darmkrebs die Behandlungsqualität insgesamt ansehen wollen, ist es unzureichend, das Gesamtüberleben heranzuziehen.

          Der Kieler Onkologe Walter Jonat, der früher Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe war,  ist einer der „Väter“ der Tumorzentren und sitzt als stellvertretender Vorsitzende im Kuratorium der Deutschen Krebshilfe.

          Nettekoven: Es ist doch völlig unstrittig, dass ein früh erkannter Tumor auch der besser behandelbare Tumor ist. Dass man natürlich am Design eines Screening immer wieder feilen muss, das heißt, die erhobenen Daten auswerten und prospektiv berücksichtigen muss, ist eine Selbstverständlichkeit. Die heutigen Krebs-Früherkennungsprogramme beispielsweise zum Brust- und Darmkrebs sind nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen fokussiert auf eine Risikopopulation, nämlich auf das Risiko Alter. Dennoch: Die Krebshilfe legt großen Wert darauf, dass sich die Menschen über die Früherkennungsprogramme sowie deren Nutzen und Risiken, die es durchaus gibt, informieren und informiert werden. In diesem Sinne halten wir zu den Themen Brust-, Darm-, Prostata-, Haut- und Gebärmutterhalskrebs entsprechende Informationsmaterialien vor.

          FRAGE: Und was ist mit den Zweifelsfällen der Früherkennung, etwa dem Prostatakarzinom, an die Weißbach vermutlich bei seiner Kritik gedacht hat?

          Jonat: Leider ist festzuhalten, dass es in Deutschland bisher nicht gelungen ist, eine Studie, die die Bedeutung der Früherkennung beim Prostatakarzinom zum Beispiel durch die PSA-Bestimmung belegt, durchzuführen. Hier waren Entscheidungsträger wie Herr Weißbach als Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft vor zwölf Jahren gefordert, Weichen zu stellen. An der sehr wichtigen europäischen ERSPC-Studie war Deutschland nicht beteiligt.

          Gerd Nettekoven ist langjähriger Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, die in den den siebziger Jahren von Mildred Scheel gegründet worden war und ihren Hauptsitz in Bonn hat.

          Hohenberger: Wichtigstes Ziel der Prostatakrebs-Früherkennung ist es, die Zahl der tumorbedingten Todesfälle zu senken. Früh erkannte Tumoren können oftmals weniger ausgedehnt operiert und schonender medikamentös behandelt werden. Die digital-rektale Tastuntersuchung ist als alleinige Prostatakrebs-Früherkennungsmaßnahme jedoch nicht in der Lage, die Zahl tumorbedingter Todesfälle zu reduzieren. Der PSA-Wert ist aber auch als alleiniges Kriterium nicht für alle geeignet. Wahrscheinlich ist der Test nicht in dem Maße verwertbar, wie er jetzt propagiert wird. Man muss zuerst die Risikopersonen herausfinden und man muss den Test richtig interpretieren. Das ist schwierig. Die Urologen waren von Anfang an aufgefordert worden, das Risiko des inzidentiellen Prostatakarzinoms abzuklären, also solcher Tumore, die man hat, aber an denen man nicht stirbt und die man deshalb nicht therapieren muss. Mehrmals ist von der Krebshilfe versucht worden, zu diesem Fragenkomplex ein Grundlagen-Forschungsprogramm einzurichten, was aber nicht gelungen ist.

          FRAGE: Sind Leitlinien die Lösung? Sie sollen für mehr Qualität und Sicherheit sorgen, werden bisher keineswegs in jeder Klinik angewendet - können es oft auch gar nicht, weil die Kliniken nicht das Know-how und die Mittel haben.

          Jonat: Leitlinien sind die Grundlage für Behandlungen in Krebszentren. Zentren, die sich nicht danach richten, werden nicht zertifiziert. Und dieses weltweit nahezu einmalige Konzept von Zentren, die teils auf Organe spezialisiert sind oder aber übergeordnet arbeiten wie die Onkologischen Spitzenzentren oder Onkologische Zentren, ist ohnehin eine der Erfolgsgeschichten der letzten Jahre, die gemeinsam von Krebshilfe und Krebsgesellschaft vorangetrieben worden sind. Leitlinien leben und müssen auch immer wieder angepasst werden. Wir werden international um diese Leitlinien beneidet, die auf höchstem Niveau erarbeitet werden, genauso wie um das Konzept der Krebszentren und der Zertifizierungsprozesse. Letztere werden zum Beispiel in der Schweiz, in Dänemark und Holland übernommen.

          FRAGE: Krebszentren, Leitlinien - in vielem gehen Krebshilfe und Krebsgesellschaft Hand in Hand. Warum sollte man dann nicht, wie Professor Weißbach anregt, aus zwei Institutionen eine machen und damit Geld, Zeit und Energie sparen?

          Hohenberger: Auch dies zeigt wieder nur ein hohes Unverständnis. Wir marschieren zusammen, aber setzen separat unsere Stärken ein. Die Krebsgesellschaft bringt das Wissen der ärztlichen Fachgesellschaft ein, und die Deutsche Krebshilfe als Förder- und Hilfsorganisation setzt viele wichtige Dinge um. Sie fördert beispielsweise Modellprojekte zur Verbesserung der Versorgung und bringt die Krebsforschung voran. Grundlegende gesundheitspolitische Fragen gehen wir schon seit geraumer Zeit abgestimmt gemeinsam an. Wir sind in der politischen Arbeit effektiver, wenn der gleiche Inhalt von zwei Seiten angegangen wird.

          Pleitgen: Richtig! Warum ein System ändern, das sich bewährt hat und Ideenwettbewerb erzeugt.

          Jonat: Alle Spitzenleute in Deutschland sind im übrigen sowohl in der Krebsgesellschaft als auch in der Krebshilfe vernetzt. Sie erfüllen dort nur völlig unterschiedliche Aufgaben. Wir haben damit den Vorteil, aus unterschiedlichen Funktionen das gemeinsame Ziel, Verbesserungen für den Patienten zu erreichen, anzugehen.

          Die vier Gesprächsteilnehmer vor dem Portrait der Krebshilfe-Gründerin Mildred Scheel.

          FRAGE: Die Kritik richtet sich ja aber auch darauf, dass diese Strategie von oben herab von den Führungsgremien ausgewählt und bestimmt wird.

          Pleitgen: Im Gegenteil. Es gibt eine klare Aufgabenverteilung. Für die medizinisch-wissenschaftliche Strategie sind die mit annähernd hundert Top-Medizinern und -Forschern besetzten Fachausschüsse samt Beirat zuständig. Bislang wurde kein Vorschlag dieser Fachleute „von oben“ gestoppt. Vorstand und Geschäftsführung sind für die Wirtschaftlichkeit und Administration verantwortlich. Bei einem Jahresbudget von rund 90 Millionen Euro beträgt der Verwaltungsaufwand nur zehn Prozent. Das Geld dafür wird durch die Zinserlöse des behutsam angelegten Vermögens unserer Stiftungen, der Stiftung Deutsche KinderKrebshilfe und der Dr. Mildred Scheel Stiftung für Krebsforschung, aufgebracht. Dadurch kann jeder Euro aus den Zuwendungen der Bevölkerung zu 100 Prozent für die Verbesserung der Versorgung und Forschung eingesetzt werden. Dafür würden wir von Ratingagenturen ein AAA-Plus bekommen.

          FRAGE: Wie ist das mit den Projektanträgen an die Krebshilfe? Der Vorwurf lautet ja, dass sich das System in der Mittelvergabe selbst befruchtet und die Forscher sich selbst begutachten.

          Jonat: Das stimmt so sicher nicht. So werden die Onkologischen Spitzenzentren etwa von internationalen unabhängigen Krebsspezialisten begutachtet. Das Begutachtungsverfahren bei Förderungsanträgen entspricht weitgehend dem der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Wie wollen wir denn die wissenschaftliche Community der Fachleute mit einbinden, wenn diese nicht untereinander gutachterlich tätig werden dürfen.

          Begutachtung durch „Peer Review“

          Nettekoven: Die Krebshilfe führt ihre Begutachtung nach dem „Peer-Review“-Verfahren durch, einem weltweit anerkannten System. Wir gehen im übrigen bei der Prüfung weiter als die DFG, die weitgehend im schriftlichen Verfahren bewertet. Bei uns wird jeder Antrag von zwei externen Gutachtern und einem Experten aus unseren Fachausschüssen betreut und schriftlich bewertet. Anschließend wird jeder Antrag im Ausschuss, im Quorum, diskutiert und entschieden.

          Pleitgen: Mich beeindruckt, mit welcher Sorgfalt und Kompetenz hier gearbeitet wird. Das gilt auch für den ehrenamtlich arbeitenden Vorstand. Seine Mitglieder haften mit ihrem Ruf dafür, dass die Gelder ordentlich angelegt werden. Nach intensiver Begutachtung durch die Fachausschüsse kommt nur knapp jeder zweite Förderantrag durch. Ebenso akribisch werden die Ergebnisse bewertet. Es macht keinen Sinn, ein gesondertes Gremium für die Bewertung von Projektberichten zu fordern.

          Warum ging Harald zur Hausen?

          FRAGE: Wie konnte es dann zu so einer Unruhe in der Krebshilfe kommen, die besonders nach der Amtsniederlegung des Nobelpreisträgers Harald zur Hausen als Präsident und dessen Austritt als Vereinsmitglied entstanden war?

          Pleitgen: Mit seinem Renommee war Professor zu Hausen natürlich eine Traumbesetzung als Präsident der Krebshilfe. Das schöne Ehrenamt ist allerdings ziemlich arbeitsintensiv, wie ich jetzt selbst feststelle. Dass Harald zur Hausen diese Doppelbelastung vor eineinhalb Jahren beendete, hat keine Unruhe hervorgerufen, sondern ist gut verstanden worden. Schließlich hat er als Forscher noch viel vor und als Nobelpreisträger jede Menge Verpflichtungen. Zu seinem Austritt aus dem Verein hat, was wir sehr bedauern, ein missverständlicher Brief von unserer Seite geführt. Zur Deutschen Krebshilfe steht er aber weiter.

          FRAGE: Der Vorwurf der Kritiker lautet, dass insgesamt zu wenig der Gelder den Krebspatienten zu Gute kommt und zuviel in die Forschungsförderung fließt?

          Pleitgen: Das ist absolut nicht richtig. Das Wohl und Wehe der Patienten hat für die Deutsche Krebshilfe oberste Priorität. Auch die Krebsforschung dient dem Patienten. Ohne Forschung gäbe es keine Fortschritte in der Patientenversorgung.

          Spender wollen Forschung fördern

          Nettekoven: Bei einem Drittel unserer Einnahmen fordern die Spender, dass diese Gelder gezielt für die Forschung eingesetzt werden. Dem tragen wir Rechnung.

          Pleitgen: Es wurde ja auch unser Härtefonds kritisiert. Seit 1974 sind 216.000 Menschen aus unserem Härtefonds unterstützt worden, mit insgesamt 91 Mio. Euro. Jedes Jahr werden fünf Millionen Euro für diese direkte Hilfe für über 15.000 Einzelbewilligungen ausgegeben. Diese schnelle Unterstützung ist sehr wirkungsvoll.

          Jonat: Die Kritik, die Deutsche Krebshilfe sei patientenfern, ist eine unglaubliche Unterstellung. Es gibt fast keine große klinische und wissenschaftliche Einrichtung in Deutschland, die nicht durch die Krebshilfe gefördert wurde.

          FRAGE: Professor Weißbach nennt das ein „Netz von Abhängigen“, das von der Krebshilfe geschaffen wird.

          Pleitgen: Das ist auch eine ziemlich üble Unterstellung. Die Förderanträge werden in den Fachausschüssen entschieden. Hier bringen selbstbewusste, unabhängige Spezialisten, die sich nicht für irgendeine Verteilungspolitik instrumentalisieren lassen, ohne jedes Honorar ihre Zeit und ihr Können ein. Diese Engagements sind zeitlich begrenzt. Dadurch kommen ständig neue Könner mit frischen Ideen in die Fachausschüsse.

          Tumorzentren besser bezahlen

          FRAGE: Was sind denn ihre nächsten Schritte?

          Jonat: Wir haben erst vor wenigen Jahren mit der Zentrenbildung angefangen. Heute werden mehr als 40 Prozent der Patienten in den Onkologischen Spitzenzentren behandelt. 90 Prozent der Brustkrebsfälle werden schon in einem Organkrebszentrum versorgt. Allerdings müssen wir auch dahin kommen, dass das Geld der Qualität folgt. Die Kassen müssen dazu kommen, die Behandlung in zertifizierten Krebszentren besser zu vergüteten.

          FRAGE: Eine alte Forderung, die bis heute nicht erfüllt ist.

          Hohenberger: Noch nicht, aber wir sind auf dem Weg. Es sind mittlerweile praktisch siebenhundert Zentren schon zertifiziert. Sicher, beim Darmkrebs und Prostatakrebs werden immer noch lediglich dreißig Prozent der Fälle in Krebszentren behandelt. Damit das noch deutlich besser wird - auch finanziell -, bedarf es womöglich auch einiger Schlüsselereignisse. In dem Zusammenhang muss ich auch die Politik einmal loben. Anfang Februar hat der Bundesgesundheitsminister mit den Spitzenverbänden der Gesundheitspolitik, der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen Krebsgesellschaft zusammengesessen und im Rahmen des Nationalen Krebsplans einen Kriterienkatalog erstellt, der in die richtige Richtung geht.

          Nettekoven: Die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft haben an diesem Gespräch mitgewirkt. Ich bin sicher, dass wir in einigen Jahren, was die Qualität angeht, in der Fläche eine viel bessere Situation haben werden als heute.

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