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Woher kommt Sars-CoV-2? : Wer die Fledermaus stört

  • -Aktualisiert am

Einer Fledermaus wird im Sai Yok-Nationalpark, westlich von Bangkok, eine Speichelprobe entnommen, um so dem Ursprung von Covid-19 auf die Spur zu kommen. Bild: dpa

Ein Fischmarkt soll die Quelle allen Übels gewesen sein. Oder etwa doch ein Labor? Forscher wollen Sars-CoV-2 zu seinem Ursprung verfolgen. Eine Herausforderung.

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          Wer mit dem Leben experimentiert, muss sich irgendwann entscheiden. Welches Versuchsobjekt soll es sein? In praktischer Hinsicht bieten sich an: Kolibakterien (bestens untersucht), Hefezellen (die einfachsten höheren Organismen), Fruchtfliegen (leicht zu züchten), Mäuse (die klassische Wahl) oder Affen (da kann das Ethikkomitee Schwierigkeiten machen). Ein eher unkonventioneller Kandidat ist die Fledermaus. Als Säugetier ist sie mit uns verwandt. Aber zugleich fremd, und das nicht nur, weil sie fliegen kann. Die Fledermaus nimmt die Welt gänzlich anders wahr und besitzt obendrein ein völlig anders geartetes Immunsystem. Kurz und brutal gesagt: Sie wird mit Viren spielend fertig, die unsereins elend krepieren lassen. Womit wir beim Thema wären. Haben uns die Flattertiere Covid-19 eingebrockt? Das jedenfalls ist weitgehend Konsens unter Experten. Aber sonst nicht viel. Wann könnte das wohl passiert sein? Wo? Und vor allem: wie?

          Ende 2019, hieß es zunächst, geschah es auf einem Fischmarkt in der chinesischen Metropole Wuhan, wo neben Meeresfrüchten exotisches Getier gehandelt wurde. Im Angebot waren unter anderem: Dromedar, Schlange und Krokodil, Bambusratte, Stachelschwein und Nerz, Pangolin, Riesensalamander und Skorpion. Nur offenbar keine Fledermäuse, wie spätere Recherchen ergaben.

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