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Corona und Flugzeug-Hygiene : Das Virus fliegt mit

  • -Aktualisiert am

Löblicher Putzfimmel: Zum Anti-Corona-Programm der Fluglinien gehört das regelmäßige Desinfizieren der Kabinen, hier im Auftrag der Vietnam Airlines in Hanoi. Bild: Reuters

Filter, Masken, Regeln: Airlines tun einiges, um Corona-Ansteckungen an Bord zu verhindern. Ob das reicht, ist fraglich.

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          Auf Flughäfen herrscht heute ein strenges Regiment. Masken sind Pflicht. Das Personal steht hinter Plexiglasscheiben. Markierungen auf dem Boden, Plakate und Durchsagen erinnern die Fluggäste daran, eineinhalb Meter Abstand zueinander zu wahren. Die Frage nach dem Sinn dieser Regeln drängt sich vielen Passagiere aber spätestens dann auf, wenn sie sich an Bord in ihren Sitz gezwängt haben und der Nachbar irgendwann die Maske lupft, um sich den im Ticketpreis enthaltenen Snack einzuverleiben.

          Aus der Sicht der Fluggesellschaften ist das Risiko für eine Ansteckung an Bord gering. Zwar gelten dort keine Distanzregeln, weil etwa ein stets freier Mittelsitz nicht wirtschaftlich wäre. Dafür, so teilt der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft mit, minimierten die Masken das Ansteckungsrisiko im Nahbereich. Außerdem werde die Kabinenluft innerhalb von drei Minuten komplett ausgetauscht und fließe hauptsächlich von oben nach unten. Längsströmungen, die Viren transportieren könnten, würden minimiert. Das mache Flugzeuge zu den öffentlichen Verkehrsmitteln mit dem geringsten Infektionsrisiko. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte vor kurzem gar, es gebe nirgends so gute Luft wie im Flugzeug, höchstens im OP-Saal.

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