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Corona-Vergleich zu Grippe? : Was ein Breitband-Impfstoff bringen könnte

Hoffnungsträger und Präzisionswaffe, und dennoch: Länger könnte die Spritze mit dem Impfstoff wirken, wenn die Antikörper-„Kugeln“ streuen. Ein Strickobjekt von der Medizinerin Dr. Katharina Sabering. Bild: Katharina Sabering

Indien als Menetekel: Die Erfahrung mit Virusvarianten führt Wissenschaftler zu immunologischen Vergleichen mit Influenza und Masern. Gibt es bald eine Breitband-Impfung?

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          Als hätte jemand ein Drehbuch geschrieben: Im vergangenen Dezember, wir erinnern uns fast nicht mehr, so energisch geht der Blick inzwischen nach vorne, da war die damals schon sehr pandemiemüde Welt plötzlich hin- und hergerissen. Innerhalb kürzester Zeit wurden die ersten Covid-19-Impfstoffe auf europäischem Boden zugelassen, doch zur gleichen Zeit tauchten die ersten Meldungen über „Variants of Concern“ – besorgniserregende Varianten – des Sars-CoV-2-Erregers auf. Und damit auch Fragen nach der Haltbarkeit des Impfversprechens.

          Joachim Müller-Jung
          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Was, wenn die Impfstoffe, die in ihren klinischen Studien bisher allesamt großartig abschnitten hatten, ihre Wirkung verlieren, weil sich das Virus genetisch schnell zu wandeln versteht, und damit die frisch erworbene Immunabwehr abstumpft – oder ganz verlorengeht? Vier Monate später mag kaum jemand daran denken. Die Impffortschritte überdecken alles, die Hoffnung wächst jeden Tag, auch die sorgfältig dokumentierten Impferfolge wie in Israel sprechen für sich. Und doch hört man keinen Immunologen oder Virologen, der endgültig Entwarnung gäbe. Warum eigentlich nicht? Einen Grund dafür findet man weit weg, in Indien, wo seit Tagen immer neue Höchststände bei Neuinfektionen und Covid-Opfern gemeldet werden.

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