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Corona-Pandemie : „Viren sind Software – und wir ihre Hardware“

Einen ganzen „Zoo“ neuer Viren könne man entdecken, durchsuche man nur die Genomdaten von Tier und Mensch, sagt Ralf Bartenschlager. Hier sind die Erreger von Hepatitis (gelb) und Aids (schwarz) hübsch in Plüsch gehalten; bald ist Covid-19 so in Rot zu haben. Bild: Rüchel, Dieter

Was ist von der hektischen Impfstoffsuche zu halten? Was sind die ersten Lehren aus der Pandemie? Warum fehlt es der Virologie an Nachwuchs? Der Heidelberger Virologe Ralf Bartenschlager hat Antworten und spricht zudem über Forscher-Duelle und tückische Erreger.

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          Als Zentrum der Krebsforschung ist Heidelberg international bekannt. In den achtziger Jahren studierte Ralf Bartenschlager hier Biologie, heute widmet er sich als Professor für Molekulare Virologie an der medizinischen Fakultät den Hepatitis-Erregern, somit Leberkrebs, aber auch Zika- und Dengue-Viren. Die aktuelle Pandemie schickte ihm zudem Coronaviren ins Labor, die für die Forscher weitaus mehr als nur Pflicht, etwa für die Diagnostik, sind und in der Kür zu überraschenden Vergleichen führen.

          Sonja Kastilan
          Redakteurin im Ressort „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Herr Bartenschlager, wenn Sie nun von ersten Erfolgen bei der hastigen Suche nach Corona-Impfstoffen hören, erfüllt Sie das auch mit Stolz für Ihr Fach, die Virologie?

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