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Mutierte Coronaerreger : Ein Virus geht um die Welt

  • -Aktualisiert am

Israel ist Rekordhalter im Impfen: Zuerst waren alle über 60 dran, jetzt können sich auch schon 16-Jährige impfen lassen. Bild: Reuters

Mutationen machen die Coronaviren ansteckender, vielleicht weniger angreifbar. Können uns die Impfstoffe trotzdem helfen?

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          Die Bundesregierung muss sich vielen Fragen stellen in diesen Tagen. Zum Beispiel: Wie konnte uns die Lage derart entgleiten? Bis zum Herbst schnitt Deutschland im internationalen Vergleich doch so gut ab, trotz einzelner Hotspots ließen sich die Coronaviren immer wieder bezwingen. Am kommenden Wochenende jährt sich etwa jene Kappensitzung in Gangelt, Kreis Heinsberg, die Deutschland den ersten großen Ausbruch 2020 mit Hunderten Kontaktpersonen bescherte.

          Oder warum gelingt es ausgerechnet jenem Land, in dem der erste in Europa zugelassene Covid-19-Impfstoff entwickelt wurde, nicht, seine Bevölkerung flott zu impfen? Aber all das ist müßig. Ändern wird sich an dieser Situation in den nächsten Wochen wenig, da hilft auch die für den Wahlkampf trommelnde Drohung von Patententzug samt Zwangslizenz nichts. Wer sich jetzt ernsthaft mit Fragen der Impfstoffherstellung beschäftigt, sollte eigentlich wissen, dass es im günstigsten Fall sechs bis zwölf Monate dauert, bis ein Werk so umgebaut, aufgerüstet, von den Behörden inspiziert und abgenommen wurde, bis es die sensiblen Präparate produzieren kann und darf.

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