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Anja Karliczek : Corona-Impfstoff frühestens Ende des Jahres

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Bundesforschungsministerin Anja Karliczek Bild: dpa

Die Forschung arbeitet auf Hochtouren, doch einen Impfstoff für breite Teile der Bevölkerung erwartet die Bundesforschungsministerin nicht vor Ende 2020 oder Anfang 2021. Nun soll sich Deutschland an einer wichtigen Studie der WHO beteiligen.

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          Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht im Kampf gegen das Coronavirus frühestens Ende des Jahres einen Impfstoff. „Wir müssen davon ausgehen, dass ein Impfstoff, mit dem breitere Teile der Bevölkerung geschützt werden können, erst gegen Ende des Jahres oder Anfang des nächsten Jahres zur Verfügung steht“, sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Für die Impfstoffforschung gelte: „Wir wollen so schnell wie möglich laufen – aber wir dürfen dabei nicht hinfallen. Wir müssen sicher sein, dass die Impfung wirkt und dem Patienten nicht schadet.“

          Karliczek sagte weiter: „Wir reizen die Forschungsmöglichkeiten bis aufs Letzte aus. Wir sind bereit, weitere Gelder zur Verfügung zu stellen, wenn es erfolgversprechende Projekte gibt. Am Geld wird die Corona-Forschung nicht scheitern.“

          Deutschland wird sich laut Karliczek an einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO zum Coronavirus beteiligen. „In der aktuellen Corona-Pandemie ist eine enge internationale Zusammenarbeit wichtiger denn je, gerade in der Forschung“, sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk. „Deshalb werden wir uns auch an einer von der WHO initiierten länderübergreifenden klinischen Studie beteiligen.“ Diese habe zum Ziel, bereits vorhandene Medikamente auf ihre Wirksamkeit gegen COVID-19 zu testen.

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