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Ausdauersport : Schadet exzessives Joggen mehr, als es nützt?

  • Aktualisiert am

Moderat zu joggen kann der Gesundheit nützen Bild: dpa

Offenbar ist Joggen nur gut für die Gesundheit, wenn man es moderat betreibt. Neben anderen Faktoren scheint auch das Tempo entscheidend zu sein.

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          Auch beim Jogging kommt es auf das richtige Maß an. Eine Studie aus Dänemark kommt zu dem Schluss, dass das Laufen nur dann auf lange Sicht wirklich gut für die Gesundheit ist, wenn leicht oder moderat gejoggt wird.

          Optimal sind demnach eine bis knapp zweieinhalb Stunden Jogging pro Woche, am besten verteilt auf nicht mehr als drei Laufeinheiten, wie die Fachzeitschrift „Journal of the American College of Cardiology“ berichtet. Auch sollte kein allzu hohes Tempo eingeschlagen werden.

          Daten von tausend Joggern

          Für die Untersuchung hatten die Forscher aus Kopenhagen über einen Zeitraum von zwölf Jahren hinweg Daten von 1098 Joggern und 3950 gesunden Nicht-Joggern gesammelt. Heraus kam, dass die Sterblichkeitsrate unter „exzessiven“ Joggern fast genauso hoch war wie bei den Nicht-Joggern. Die niedrigste Sterblichkeitsrate wurde bei den „leichten“ Joggern verzeichnet, gefolgt von den moderaten Joggern.

          Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass sehr anstrengendes Jogging über Jahrzehnte hinweg Gesundheitrisiken mit sich bringen könne, insbesondere für das Herz-Kreislauf-System, erläuterte Peter Schnohr vom Frederiksberg-Hospital in Kopenhagen. Wem es darum gehe, seine Lebenserwartung zu steigern, dem sei zu raten, dass er nur ein paar Mal pro Woche jogge, und dies in einem moderaten Tempo. „Alles, was darüber hinausgeht, ist nicht nur überflüssig, es kann sogar schaden“, warnte Schnohr.

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