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Wirkstoff Aducanumab : Ist es nun ein Durchbruch in der Alzheimer-Therapie?

  • -Aktualisiert am

Eine Angestellte hantiert mit dem Wirkstoff Aducanumab in einem Labor des Herstellers Biogen. Bild: EPA

Trotz der Zulassung durch die FDA reißt die Kritik an dem Alzheimer-Wirkstoff Aducanumab nicht ab. Manche Mediziner sprechen ihm jede Wirksamkeit ab, doch andere sehen in ihm den lang ersehnten Durchbruch.

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          Die Geschichte des Antikörpers „Aducanumab“, den die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA gerade im beschleunigten Verfahren zur Alzheimer-Therapie zugelassen hat, ist äußerst bewegt. Hatte eine kleine Studie noch Anlass zur Hoffnung gegeben, waren zwei größere enttäuschend ausgefallen und hatten die Hersteller, das amerikanische Biotech-Unternehmen Biogen und den japanischen Pharmakonzern Eisai, dazu veranlasst, die beiden Untersuchungen abzubrechen. „Aus heutiger Sicht war das ein Fehler“, sagt Roger Nitsch vom Institut für regenerative Medizin der Universität Zürich und Mitgründer des Spin-offs Neurimmune, das den Antikörper entwickelt und später auslizenziert hat. Denn weitere Analysen hätten doch noch positive Ergebnisse zutage gefördert.

          Dass die FDA Aducanumab durchgewinkt hat, sorgt bei manchen für Begeisterung, bei anderen für Unverständnis. Die Behörde selbst begründet den Schritt unter anderem damit, dass Aducanumab die hirnschädigenden Amyloidbeta-Klumpen „konsistent und überzeugend“ verringern konnte. Ob der wirksame Abbau dieses Biomarkers einen spürbaren Nutzen bringt, müssten die Hersteller nun in einer weiteren Studie klären. Die amerikanische Patientenorganisation Alzheimer’s Association begrüßt die Entscheidung der FDA euphorisch als einen „neuen Tag im Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit“.

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