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Aids-Therapie : Gentherapie als Impfung gegen Aids?

  • -Aktualisiert am

Modell des HIV-Virus Bild: picture-alliance / dpa

Mit Hilfe eines gentherapeutischen Eingriffs gelang Forschern bei Affen, was Schutzimpfungen nicht zustande brachten: die Produktion von längerfristig wirksamen Antikörpern. Es bleibt die Frage nach der dauerhaften Wirkung und der Übertragbarkeit des Verfahrens auf den Menschen.

          Affen kann man mit einer Gentherapie gegen den Erreger von Affen-Aids immunisieren. Das haben Forscher um Reed Clark von der University of Pennsylvania in Philadelphia beobachtet.

          Für den Schutz gegen das Affen-Aids-Virus SIV ist offenbar die andauernde Präsenz passender Antikörper unerlässlich. Mit konventionellen Schutzimpfungen war dieses Ziel bislang nicht zu erreichen. Die amerikanischen Virologen haben daher die Erbanlage für einen schützenden Antikörper mit Hilfe eines viralen Transportmoleküls in die Muskulatur der Tiere gespritzt. Diese bildeten entsprechend der eingeschleusten genetischen Information neutralisierende Antikörper, die über einen langen Zeitraum in ihrer Blutbahn kreisten, berichten sie in „Nature Medicine“ (doi: 10.1038/nm.1967).

          Die Tiere waren daraufhin sicher vor Infektionen mit dem Erreger von Affen-Aids geschützt. Die Forscher wollen nun untersuchen, ob sich die gentherapeutische Impfung bei den Affen auf Dauer bewährt und möglicherweise auch auf den Menschen zu übertragen ist.

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