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FAZ Plus Artikel Schlüssel zur Aids-Heilung? : Londoner Glücksgriff

HIV-1 (Retroviren) in einer kolorierten Ultradünnschnitt-Aufnahme eines Transmissions-Elektronenmikroskops. Bild: dpa

Ein zweiter HIV-Patient ist nach einer Stammzelltherapie virenfrei. Der Fall macht Hoffnung: eine Heilung scheint möglich. Doch der Weg zur Gentherapie mit Spenderzellen bleibt noch lang.

          Wieder verliert der Horror Aids ein wenig von seinem Schrecken. Mehr aber auch nicht. Ein Patient in London, der mit einer HIV-Infektion diagnostiziert worden war, lebt seit mindestens 18 Monaten ohne die Viren im Blut – und ohne die für alle anderen Infizierten überlebenswichtigen Aids-Medikamente. Eine Heilung? Davon wollen die behandelnden Ärzte des University College London noch nicht sprechen, schließlich sind HI-Viren bei dem berühmten Mississippi-Baby auch schon nach mehr als zwei Jahren plötzlich wieder aufgetaucht. Aber die Hoffnung scheint berechtigt, denn der in der Zeitschrift „Nature“ veröffentlichte Fall ähnelt in vielerlei Hinsicht dem als „Berliner Patient“ vor elf Jahren bekannt gewordenen Glücksfall Timothy Ray Brown.

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Der amerikanische Übersetzer, der heute dreiundfünfzigjährig in San Francisco lebt und sich für die Aidsforschung engagiert, war als langjähriger HIV-Patient im Jahr 2007 im Charité Campus Benjamin Franklin wegen einer akuten myeloischen Leukämie bestrahlt und mit einem Stammzelltransplantat behandelt worden, das ihn ganz offensichtlich von den HI-Viren befreit hat. Die Stammzellen des Knochenmarkspenders und damit die im Körper daraus gebildeten Immunzellen trugen an der Oberfläche die mutierte Version eines CCR5-Rezeptors, die nicht nur selten ist (weniger als ein Prozent der Menschen tragen die Mutation), sondern sich auch als extrem wertvollen HIV-Schutz erwies. Die Mutation sorgt dafür, dass HI-Viren nicht mehr in die Immunzellen eindringen und diese zerstören können – zumindest gelingt das den Erregern des Virenstammes nicht, mit denen sich Brown infiziert hatte.

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