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Aerosol-Forschung : Wie steht es um die Infektionsgefahr an der frischen Luft?

  • -Aktualisiert am

Zu zweit auf ein Bier im Ring, so sah es vergangenen Sommer vor einer Bar in London aus. Bild: picture alliance / empics

Statt Ausgangssperren fordern Aerosolforscher die Corona-Maßnahmen auf Innenräume zu fokussieren. Doch wie steht es wirklich um die Infektionsgefahr an der frischen Luft?

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          Beim Lesen der geplanten Änderungen im Infektionsschutzgesetz dürfte sich so mancher Aerosol-Experte geärgert haben. Die Bundesregierung will gemäß dem am vergangenen Dienstag veröffentlichten Entwurf ab einer Inzidenz von 100 gemeldeten Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner Zoos schließen, Treffen im öffentlichen Raum weitgehend verbieten und eine Ausgangssperre nach 21 Uhr einführen – das alles schränkt das Leben unter freiem Himmel ein. Dabei hatten sich zuvor fünf Aerosolforscher mit viel Medienrummel an die Regierung gewandt: In einem offenen Brief kritisierten sie, die öffentliche Debatte bilde nicht den wissenschaftlichen Kenntnisstand ab, nämlich dass die Gefahr, sich mit Sars-CoV-2 zu infizieren, drinnen lauere.

          Würden Treffen in Parks verboten und Uferpromenaden gesperrt, erscheine es, als wäre es draußen besonders gefährlich. Ausgangssperren tadeln die Verfasser als „irreführende Kommunikation“. Stattdessen solle man deutlich machen, dass die Gefahr in den Innenräumen liegt, und die Menschen besser schützen. Das ist jedoch aufwendig. Und obwohl die Kritik an den Outdoor-Maßnahmen fachlich berechtigt ist, ignoriert sie entscheidende Punkte.

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