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Tierversuche auf Mauritius : Vertreibung aus dem Paradies

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Langschwanzmakaken zählen zu den weltweit wichtigsten Versuchstieren für Experimente mit Primaten. Auf Mauritius werden sie zu Tausenden nachgezüchtet. Bild: Laurent Levallois

Tierversuche sind für viele Forscher unverzichtbar. Auf Mauritius hat man daraus ein großes Geschäft gemacht. Einblicke in den Affenhandel.

          7 Min.

          Der Urlaub ist zu Ende, das Air-France-Flugzeug von Mauritius in Richtung Paris gefüllt mit sonnengebräunten Europäern. Hinter den Kabinenfenstern bricht die Sonne durch die Wolken, Dunst steigt von der regennassen Fahrbahn auf. Am Horizont, hinter sattgrünen Zuckerrohrfeldern, schimmert das Meer. Unten, im Frachtraum, befinden sich vermutlich weitere Passagiere. Auch sie kennen die Sonne, auch sie sitzen eng an eng, allerdings in Holzboxen mit Gitterfenstern: Affen. Ihre finale Destination: ein Labor und dann, nach kurzen oder jahrelangen Experimenten, fast immer der Tod – zum Wohle der Menschheit.

          Mauritius ist bekannt als Paradies im Südwesten des Indischen Ozeans. Wenige wissen, dass die Inselrepublik mit ihren 1,3 Millionen Einwohnern außerdem eines der Länder ist, welches weltweit mit am meisten Affen für Tierversuche verkauft. Den letzten verfügbaren Zahlen zufolge waren es 2016 genau 8245 Tiere. Der Handel bringt pro Jahr über 17 Millionen Euro ein. Statistiken zufolge exportieren nur die Chinesen mehr Primaten.

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