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Pestizid-Verbote : Das faule Spiel auf dem Land

  • -Aktualisiert am

Bestäuberarbeiteralltag: Eine Biene, bedeckt mit Hibiskus-Blütenpollen. Bild: dpa

Pestizide weg, Flure begrünen – und dann? Um die „Bienen-Keule“ Neonikotinoide tobt ein Streit. Doch die Abschaffung macht noch keine weitsichtige Agrarpolitik. Was es sonst noch braucht.

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          Das vor kurzem verabschiedete Insektenschutzprogramm der Bundesregierung sorgt für anhaltende Diskussionen. Der Deutsche Bauernverband rechnet mit Ertragsverlusten und fordert eine Überarbeitung der Pläne, Umweltverbänden hingegen gehen die Maßnahmen nicht weit genug. Teil des Programms ist auch die Reduzierung der Pestizidmengen, die in der Landwirtschaft zum Schutz der Pflanzen ausgebracht werden.

          Fakt ist: Ohne Pflanzenschutzmittel ist die Landwirtschaft weniger produktiv. Fakt ist aber auch: Jedes Pestizid schadet, und zwar nicht nur Schädlingen. Besonders in Verruf geraten, sind Neonikotinoide. Mehr als tausend Studien haben gezeigt, dass die hochwirksamen Insektengifte auch Bienen und anderen Wildbestäubern schaden. Neonikotinoide stehen außerdem im Verdacht, auch Vögel, Amphibien, Fische und andere Wasserorganismen zu schädigen. Im Jahr 2018 hat die Europäische Union deswegen die Verwendung der drei Neonikotinoide Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid im Freiland untersagt.

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