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Neue Berechnungsformel : Wie alt ist mein Hund wirklich?

Ziemlich beste Freunde: Dalmatiner und Boxer mit Herrchen und Frauchen Bild: Getty

Ein Forscherteam ist auf eine neue Formel zur Berechnung des Alters unserer vierbeinigen Freunde gestoßen. Hundehalter werden sich wundern. Denn die Wissenschaft räumt mit einem alten Mythos auf.

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          Ist der Hund alt, lernt er nichts mehr – stimmt? Mit der Antwort verhält es sich wie mit den berühmten Schweißdrüsen, die dem Hund angeblich fehlen: Mythen! Genauso gut könnte man „Hund“ durch „Mensch“ ersetzen: Alte Menschen lernen nichts mehr? Sie schwitzen auch nicht? Dass sich solche Mythen beim Hund besonders hartnäckig halten, könnte etwas mit der ganz besonderen Beziehung zu unserem treuesten Gefährten zu tun haben: dass wir in fünfzehntausend gemeinsamen Jahren zwar einiges voneinander gelernt haben, dass sich aber auch mächtig viel Halbwissen aufgestaut hat. Und Halbwissen verringert wenigstens die Komplexität.

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Das gilt auch für die außerhalb der Hundenarren-Gemeinde bekannte Formel, die zwar in keiner Schule gelehrt, aber in Hundehaushalten von klein auf gelernt wird. Sie geht so: Hundealter = Menschenalter in Jahren mal sieben. Spätestens zum Geburtstag wird jedes Jahr gerechnet. Dass die Sache mindestens ein klein wenig komplizierter sein muss, wussten die allergrößten Hundefreunde natürlich längst. Denn wer sich mal eine Deutsche Dogge und einen Chihuahua gehalten hat, kam schnell ins Grübeln. Mit sieben oder acht Jahren ist die Dogge fast schon ein Greis, während der handtaschengerechte mexikanische Feger noch mit vierzehn Jahren keine Ruhe findet. Das spiegelt sich auch in der sehr unterschiedlichen Lebenserwartung wider. Verschiedene Rassen können also unterschiedlich altern.

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