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Männliche Küken : Der Kampf um den Hahn

  • -Aktualisiert am

Braunes Gefieder gut, gelbes Gefieder nicht so gut. Mit Hightech klappt die Diskriminierung schon im Ei. Bild: AAT Jörg Hurlin

Seit Beginn des Jahres werden in Deutschland keine Küken mehr getötet. Doch welche Alternativen bleiben nun den Geflügelzüchtern?

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          Sein heller Flaum ist verräterisch. Zwischen den frisch geschlüpften braunen Weibchen stechen die gelben Männchen geradezu hervor. Leicht haben es die jungen Brüder der Legehühnchen nicht, be­reits in den Sechzigerjahren wurden sie zu Problemkindern. Damit Hennen mehr Eier legen und Masthähnchen mehr Fleisch ansetzen, züchtete man unterschiedliche Rassen heraus. Damit ist der Legehahn vom Geschlecht her nicht zum Eierlegen und von der Rasse her nicht als Masthähnchen zu gebrauchen. Und das ist der Grund, warum das Leben der Bruderküken lange Zeit da endete, wo es gerade noch begonnen hatte: In der Brüterei.

          Schon 2019 sah das Bundesverwaltungsgericht keinen „vernünftigen Grund“ mehr für den Tod von jährlich 45 Millionen männlichen Küken. Auch die Öffentlichkeit lehnt das „Kükenschreddern“ kategorisch ab, auch wenn die jungen Hähne für gewöhnlich nicht durch Schreddern enden, sondern durch Begasung mit Kohlendioxid. Da­mit ist nun seit einem halben Jahr Schluss. Den Geflügelzüchtern stünden genügend Alternativen zur Verfügung, argumentierte das Agrarministerium. Vor einem Jahr schloss sich der Bundestag dem an.

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