https://www.faz.net/-gwz-9mlmn

Die Geschichte der Pferdezucht : Alles Glück der Erde!

Edle Tiere, stolze Reiter: woher unsere Pferde stammen, ist bis heute unklar. Bild: AP

Eine kurze Geschichte der Pferdezucht – oder wie der Mensch in 5500 Jahren völlig verschiedene Ziele verfolgen kann. Und jetzt sehr engstirnig wird.

          5 Min.

          Sie lassen sich von Äpfeln nur zu gern verführen und mit Lavendelöl beruhigen. Aromatherapie für gestresste Pferde? Das mag albern klingen, kann jedoch im Rennbetrieb oder auf Reiterhöfen nützlich sein, wie auch die Erkenntnis, dass die Tiere ein besonderes Gespür für Menschen haben. Sie können nicht nur Gesichter unterscheiden, sondern sogar Gefühlszustände erkennen. Und darauf reagieren.

          Sonja Kastilan

          Verantwortlich für das Ressort „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Beziehung zwischen Mensch und Pferd währt seit mindestens 5500 Jahren, in denen Fleisch, Milch und Stärke gefragt waren. Meist ging es in der Zucht um Tempo, Ausdauer – und Prestige. Mythen ranken sich um wehrhafte Amazonen und edle Ritter, heute heißen die Heldinnen Bibi, Tina oder Wendy, Cowboys knutschen, und „Ostwind“ läuft „Black Beauty“ den Rang ab. Pferde sind Nationalstolz und Kulturgut, aber ebenso ein Milliardengeschäft, Freizeitvergnügen und das ganz große Glück kleiner Mädchen. Allerdings ist die Geschichte komplexer, als es die 700 Nutztierrassen von Equus caballus vermuten lassen. So bezeugen aktuelle Genanalysen unerwartete Einflüsse und Verluste. Mehrere Stammlinien sind verschwunden. Moderne Zuchtmethoden engen den Genpool jetzt noch weiter ein.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Wie schlimm kann es werden? : Vorbereitungen auf die Pandemie

          In Italien, Iran und Südkorea schließt sich das Fenster: An der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus zweifelt kaum noch ein Experte. Und doch ist es zu früh, über Millionen Opfer weltweit zu spekulieren.