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Genetik : Ein Erbgut voller Kopien

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Warum wir alle unterschiedlich sind Bild: dpa

Genetiker haben einen weiteren Schlüssel zum menschlichen Erbgut entdeckt. In der unterschiedlichen Anzahl angelegter Genkopien sehen die Forscher eine mögliche Erklärung für die Individualität des Menschen.

          Das Erbgut des Menschen hat eines seiner bislang bestgehüteten Geheimnisse preisgegeben. Wie jetzt eine internationale Gruppe von Genomforschern bei der genaueren Analyse der Desoxyribonukleinsäure (DNS) entdeckt hat, unterscheidet sich das Erbgut des Menschen von Person zu Person nicht nur an zahlreichen einzelnen Bausteinen, sondern auch darin, in wie vielen Exemplaren bestimmte Genomabschnitte vorkommen. Zwar hatten die Forscher hie und da schon früher einzelne DNS-Sequenzen entdeckt, die in mehr als einer Kopie vorliegen. Aber das nun aufgedeckte Ausmaß dieser Variationsbreite hat sie dennoch überrascht.

          Für die neue Analyse hat eine Arbeitsgruppe um Richard Redon vom Wellcome Trust Sanger Institute in Hinxton (Großbritannien) zusammen mit Forschern vieler anderer Institute das Genom des Menschen systematisch nach Sequenzen abgesucht, die bei einzelnen Individuen auffallend häufig oder selten vorkommen. Dazu durchkämmten sie das Erbgut von insgesamt 270 Personen aus vier Populationen Europas, Asiens und Afrikas. Bei dieser Analyse stießen die Wissenschaftler auf fast 1500 Genomabschnitte, die von Individuum zu Individuum in unterschiedlich großer Kopienzahl auftreten. Wie sie in der Zeitschrift

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