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Insekten mit schlechtem Ruf : Warum wir Hornissen nicht fürchten müssen – Wespen aber schon

Sieben Stiche von ihr töten ein Pferd? Ein Ammenmärchen wie so vieles, was über Hornissen erzählt wird. Bild: ddp Images

Den Wespen geht’s in diesem Dürresommer prächtig und vor allem eine Spezies gedeiht: die Hornisse. Was an den Schauer-Geschichten dran ist und wie man sich ihnen gegenüber am besten verhält.

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          Melanie von Orlow bittet um Geduld. Derzeit sei einfach die Hölle los, entschuldigt sie sich per Mail. Täglich versuchen Dutzende Anrufer zu ihr durchzudringen. Die Leute, die sie anrufen, wollen schnelle Hilfe, einige sind panisch, manche verzweifelt. Es gibt sogar welche, die fürchten um ihr Leben. Womöglich ist es nicht übertrieben, Melanie von Orlow als begehrteste Berlinerin in diesem denkwürdigen Sommer zu bezeichnen. Denn die Biologin vom Naturschutzbund bietet einen Service, den viele in der Hauptstadt bitter nötig haben: Wo finde ich Hilfe gegen stechende Plagebiester.

          Worum es geht? Hauptsächlich um die Familie der Faltenwespen, Vespidae genannt, sagt Melanie von Orlow, als man sie schließlich erreicht. Ihr Servicetelefon richtet sich an alle Berliner, die auf ihrem Grundstück ein Nest finden. Es sei ein Klassiker im Sommer: Die Leute kommen vom Urlaub heim und entdecken brummende Mitbewohner. In diesem Jahr sei es besonders schlimm, vor allem eine Wespenspezies scheint in diesem Dürresommer so prächtig zu gedeihen wie noch nie: die Hornisse.

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