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Emil-von-Behring-Preis : Grippeforscher Hans-Dieter Klenk ausgezeichnet

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Der gebürtige Kölner Virologe Hans-Dieter Klenk, der als einer der weltweit führenden Erforscher von Viruskrankheiten gilt, die von Tieren übertragen werden, erhält einen der bedeutendsten deutschen Wissenschaftspreise.

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          Der Marburger Virologe Hans-Dieter Klenk erhält den mit 25 000 Euro dotierten Emil-von-Behring-Preis der Philipps-Universität Marburg. Der 71-Jährige werde für sein wissenschaftliches Lebenswerk ausgezeichnet, teilte die Hochschule mit.

          Der frühere Leiter der Deutschen Gesellschaft für Virologie habe sein wissenschaftliches Leben der Erforschung von Viren gewidmet, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Seine Untersuchungen hätten zu einem grundlegenden Verständnis der viralen Mechanismen geführt, die Entstehung und Verlauf von Influenzaerkrankungen beeinflussen.

          Klenk studierte Medizin in Tübingen, Wien und seiner Heimatstadt Köln, wo er 1964 mit summa cum laude promoviert wurde. Nach einem Aufbaustudiengang zum Diplom-Biochemiker in Tübingen erlangte er 1971 die Venia Legendi für Virologie in Gießen, wo er zwei Jahre später seine erste Professur erhielt. Zuvor verbrachte er drei Jahre als Gastforscher an der New Yorker Rockefeller Universität. 1985 kam er als Leiter der Virologie an die Philipps-Universität.

          Der alle zwei Jahre vergebene Emil-von-Behring-Preis wird am 29. Juni in Marburg verliehen. Letztjähriger Preisträger war Klaus Rajewsky von der Harvard University, der bis zu seinem „verordneten“ Ruhestand in Köln gearbeitet hat.

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