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Fadenwurm : Ein Parasit wird genetisch durchleuchtet

  • Aktualisiert am

Der Wurm wird im Mensch mehrere Zentimeter lang Bild: University of Edinburgh

Der Fadenwurm Brugia malayi wird von Stechmücken auf den Menschen übertragen. Im Körper wachsen die winzigen Larven zu Würmern heran und führen zu starken Schwellungen. Forscher haben ihn nun genetisch entschlüsselt und hoffen auf neue Medikamente.

          Der Fadenwurm Brugia malayi, der bei Millionen Menschen in Südostasien und Indonesien eine als Elephantiasis bezeichnete Krankheit hervorruft, ist jetzt genetisch weitgehend entschlüsselt worden. Wie eine internationale Forschergruppe in der Zeitschrift „Science“ (Bd. 317, S. 1756) berichtet, dürften rund 20 Prozent der im Zellkern vorhandenen Gene spezifisch für diesen Parasiten sein.

          Das nährt die Hoffnung, neue Medikamente zur gezielten Bekämpfung der Würmer entwickeln zu können. Brugia malayi wird von Stechmücken auf den Menschen übertragen. Im Körper wachsen die winzigen Larven zu geschlechtsreifen, mehrere Zentimeter langen Würmern heran, die wiederum Larven bilden. Die Würmer verursachen Stauungen im Lymphsystem, was oft zu stark entstellenden Schwellungen führt.

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