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Die Zukunft des Waldes : Das Leiden der jungen Bäumchen

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Die Försterin und Revierleiterin Christine Weinig und Dr. Rudi Suchant, Leiter des Arbeitsbereich Wildökologie der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) in Freiburg, gehen durch den Wald im Forstrevier Müllheim und führen ein Fachgespräch. Frau Weinig leitet das Forstrervier Müllheim, das auch den als Naherholungsgebiet beliebten Eichwald umfasst. Bild: Philipp von Ditfurth

Den deutschen Wald plagen Nachwuchssorgen. Aber auf ganz andere Weise, als man es vielleicht vermuten würde. Und der uralte Zwist zwischen Förstern und Jägern geht jetzt in die nächste Runde. Eine Visite im Forstrevier Müllheim.

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          Dunkle Wolken hängen dicht über dem Müllheimer Eichwald. Es ist Anfang Juni, Christine Weinig streift abseits der Wege durch das Unterholz, um die Schäden aus den vergangenen Monaten zu begutachten. Der Wald ist ihr Revier, seit einem halben Jahr kümmert sich die Försterin um das 400 Hektar große Gebiet am Fuße des Südschwarzwalds. Sorgen macht sie sich aber weniger um die alten Eichen, die seit zwei Jahren unter Trockenstress leiden, sondern um ein vielleicht noch weitaus größeres Problem im deutschen Wald: das Leiden der jungen Bäume.

          Unten am Waldboden, im Schatten der großen Bäume, spielt sich ein Drama ab, das bisher kaum Aufmerksamkeit erhält. Zahllose Jungbäume sind akut bedroht, werden von Rehen und Hirschen verbissen, wie es im Fachjargon heißt, was nichts anderes bedeutet als angefressen. Das Wild gefährdet die nächste Baumgeneration, Naturschützer und Ökologen sprechen bereits vom Waldsterben von unten. Und der Klimawandel wird die Lage zusätzlich verschärfen, weil das Wild von wärmeren Jahreszeiten profitiert. Auf dem Spiel steht so die Zukunft des Waldes.

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