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Unsichtbare Korallenbewohner : Die Macht der Farben im Korallenriff

  • -Aktualisiert am

Genug Platz für große und kleine Untermieter bietet diese Kolonie von Steinkorallen im Roten Meer. Bild: Prisma

Ein Korallenriff hat auch zahlreiche unsichtbare Bewohner. Wie diese Vielfalt an nützlichen Kleinorganismen zustande kommt, wird immer klarer. Sie werden von besonderen optischen Reizen angelockt.

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          Zahlreiche Baumeister von Korallenriffen leben in einer Symbiose: In vielen Körperzellen beherbergen sie Algen der Gattung Symbiodinium. Von diesen pflanzlichen Partnern lassen sich die Korallen mit Produkten der Photosynthese versorgen, als Gegenleistung liefern sie mineralische Nährstoffe und Kohlensäure an ihre Gäste. Wenn eine Hitzewelle – etwa durch zu warmes Meerwasser – den Photosynthese-Apparat der einzelligen Algen entgleisen lässt, entstehen jedoch toxische Substanzen wie Wasserstoffperoxid. Dann bleibt den Korallenstöcken nichts anderes übrig, als sich von ihren Symbiosepartnern zu trennen.

          Die sesshaften Nesseltiere werden dadurch nicht nur auffallend bleich. Mit den Algenzellen, die ihnen gewöhnlich eine bräunliche Färbung verleihen, verlieren sie auch eine essentielle Nahrungsquelle. Wenn die Wassertemperatur rechtzeitig wieder abnimmt, können sich die ausgeblichenen Korallen aber wieder erholen, indem sie sich neue Symbiosepartner zulegen. Dass zumindest manche Korallenarten die frei umherschwimmenden Algenzellen mit Fluoreszenzlicht anlocken, hat kürzlich eine japanisch-australische Forschergruppe entdeckt.

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