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Die Psyche und das Immunsystem : Können wir uns gesund denken?

  • -Aktualisiert am

Wo Schatten fällt, muss irgendwo auch Licht sein. Bild: AVTG - stock.adobe.com

Die Psyche hat einen gewaltigen Einfluss auf das Immunsystem. Ob Meditation oder ein gesunder Lebensstil – es gibt viele Dinge, die Krebspatienten im Kampf gegen die Krankheit guttun können.

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          Die menschliche Psyche, das Immunsystem und die Tumorentstehung bilden ein vielfältig verzahntes, komplexes Netz aus sich gegenseitig beeinflussenden Prozessen. In zahlreichen Studien konnte ein Einfluss der Psyche auf das Immunsystem ermittelt werden, ähnlich deutliche Studienergebnisse gibt es für die umgekehrte Verbindung: die Wirkung des Immunsystems auf die Psyche. Immunzellen schütten psychisch wirksame Botenstoffe aus, Nervenzellen immunologisch wirksame Botenstoffe.

          Die Hinweise für den Einfluss des Immunsystems auf die Tumorentstehung sowie den Effekt eines Tumorgeschehens auf das Immunsystem sind ähnlich reich. Etliche Teile des Immunsystems spielen, wie die Texte auf den vorangegangenen Seiten verdeutlicht haben, eine zentrale Rolle bei der Eindämmung und Eliminierung mutierter Zellen – und zwar zeitlebens. Krebszellen wiederum entwickeln multiple Mechanismen, um die Immunabwehr zu hemmen. Auch die leidvolle Wirkung einer Tumorerkrankung auf die Psyche der Erkrankten ist nachgewiesen, etwa 30 Prozent der Tumorpatienten entwickeln nach der Diagnose eine behandlungsbedürftige psychische Symptomatik. Inwieweit jedoch auch die Psyche direkt einen Einfluss auf die Tumorentstehung hat, ist weiterhin Gegenstand einer breiten wissenschaftlichen Debatte.

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