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Krebserkrankungen : Der unterschätzte Risikofaktor Alkohol

Alkohol ist in unserer Gesellschaft omnipräsent. Bild: Mart Klein & Miriam Migliazzi

Wie viel Krebsrisiko steckt in einem Glas Wein oder Bier? Was die Forschung über Prävention inzwischen weiß.

          5 Min.

          Dass Rauchen zu Krebs führen kann, ist inzwischen allgemein be­kannt: Vor dem drohenden Tod wird der Raucher gewarnt, sobald er zu seiner Zigarettenschachtel greift und den Warnhinweis erblickt. An Biergärten und Weinlokalen fehlen jedoch vergleichbare Schilder. Viel weniger Menschen sind sich bewusst, dass auch das beliebteste Rauschmittel der Deutschen die Körperzellen krankhaft wuchern lassen kann: Alkohol ist ein Risikofaktor für viele Krebserkrankungen – und zwar schon in vergleichsweise geringen Mengen, wie die Studien koreanischer Wissenschaftler jüngst nahelegten. Manche sprechen schon von einem Paradigmenwechsel: Praktisch jeder Tropfen kann schaden. In der Gesellschaft ist diese Erkenntnis allerdings noch nicht angekommen.

          Johanna Kuroczik
          Redakteurin im Ressort „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Schätzungsweise 22.000 Krebsneuerkrankungen wurden im Jahr 2020 in Deutschland direkt auf den Alkoholkonsum zurückgeführt, so das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg (DKFZ). Unter denjenigen, die an ihrer Krebserkrankung gestorben sind, gingen demnach sechs Prozent bei den Männern und drei Prozent der Frauen ursächlich auf Alkohol zurück.

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