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Risiko versteckter Speck : Was die Körperwaage uns verheimlicht

  • -Aktualisiert am

Nicht nur in seiner Rolle als Obelix: Schauspieler Gerard Depardieu hat einen mächtigen Bauch Bild: dpa

Der Bauch muss weg? Dann heißt es genau hinsehen. Der Body-Mass-Index wird nämlich überschätzt, auch von Ärzten. Die Medizinforschung hat inzwischen ein klares Bild davon, wo am Körper – und wie – die Gewichte purzeln müssen.

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          Dass zu viel Bauchspeck der Gesundheit schadet, weiß eigentlich jeder. Während dieses Wissen in der Forschung auch längst Berücksichtigung findet, erhält es im medizinischen Alltag aber nach wie vor kaum Beachtung. Hier steht immer noch der sogenannte Body-Mass-Index (BMI) – das Gewicht im Verhältnis zur Körpergrösse zum Quadrat – im Vordergrund. Der BMI reicht allerdings offenbar nicht aus, um eine harmlose von einer gesundheitsschädlichen Körperfettmenge zu unterschieden.

          Entscheidend ist vielmehr, wo sich die Fettpolster befinden – unter der Haut oder im Körperinneren. Wissenschaftler aus mehreren Ländern, unter ihnen Robert Ross vom Department für Endokrinologie der Universität in Montreal/Kanada halten es für an der Zeit, dass diese Erkenntnis endlich praktische Konsequenzen hat. Auch für die Ärzte. Wie sie in einem Konsensuspapier in Nature Reviews Endocrinology schreiben, sollte der Bauchumfang eines Patienten genauso selbstverständlich in die therapeutischen Überlegungen eingehen wie der Blutdruck und andere Gesundheitsparameter.

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