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Klug verdrahtet : Roboter mit Ordnungssinn

Er schafft Ordnung im Chaos: Der Putzroboter „Go Blue“ aus Michigan Bild: Joseph Xu, Michigan Engineering

Damit Roboter wirklich zu einer echten Haushaltshilfe werden, müssen sie erst lernen, mit Unordnung umzugehen. Dank eines schnellen Algorithmus finden sich die Maschinen im täglichen Chaos nun besser zurecht.

          Sie übernehmen Pflegearbeiten, assistieren im OP, sind als Rettungsroboter unterwegs oder helfen im Haushalt. Sensoren und Künstliche Intelligenz haben Roboter in anpassungsfähige und vielseitige Maschinen verwandelt. Doch selbst der klügste Roboter kommt ins Straucheln, wenn er sich in einer Umgebung zurechtfinden soll, in der es keine „berechenbare“ Ordnung gibt.

          Manfred Lindinger

          Redakteur im Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Ein Haushaltsroboter, der mehr tun soll als nur staubsaugen, ist heillos überfordert, wenn Kleidungsstücke mal hierhin, mal dorthin gelegt werden, ein paar Schuhe plötzlich im Weg stehen, ein Stuhl sich nicht an seinem angestammten Platz befindet oder die Lehne von einer Hose verdeckt und somit nicht als solche zu identifizieren ist. Amerikanische Informatiker haben nun einen Algorithmus entwickelt, der es Robotern ermöglicht, sich auch in chaotischen Umgebungen zurechtzufinden.

          Klug verdrahtet
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          Wenn der Mensch mit der Maschine – Intelligenzen im Labor

          Klug verdrahtet

          Innerhalb von nur zehn Minuten, so schreiben Karthik Desingh von der University of Michigan in Ann Arbor und seine Kollegen in „Science Robotics“, könne ein Roboter nun präzise erfassen, wo sich der anvisierte Gegenstand im Raum befindet und wie er relativ zu ihm orientiert ist, auch wenn das Sichtfeld der Kamera durch einen Gegenstand oder von dem Automaten selbst versperrt ist.

          Frühere Systeme benötigten dafür länger als eine Stunde. Im Test wurde einem Service-Roboter ein kleiner Schrank vorgesetzt. Eine Schublade war geöffnet, eine andere teilweise von einem Handtuch bedeckt. Nur wenige Iterationsschritte waren notwendig, bis der Roboter begriff, dass er einen Schrank vor sich hatte, wie er beschaffen war und welche Schublade offen stand. Nun konnte er ans Aufräumen gehen: Er schob die Schublade zurück und entfernte das Handtuch.

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