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Klug verdrahtet : „Intelligenz“ für den Umweltschutz

Trinnkwasser - was ist drin? Bild: dpa

Mikroben im Trinkwasser? Kein Problem, wenn es die richtigen sind. Programmierer haben sich mit Genforschern zusammmengetan, um schädliche Keime sicher aufzuspüren.

          In jedem Milliliter Trinkwasser, wohlgemerkt: nicht im Abwasser, kann man je nach Wasserleitung bis zu achtzigtausend unterschiedliche Mikroorganismen finden. Unsere Umwelt bietet Raum für unglaublich komplexe Ökosysteme, die sich mit mikroskopischen und heute vor allem mit gendiagnostischen Instrumenten erschließen lassen.

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Im Wasser finden sich nützliche und schädliche Kleinstlebewesen, und die genaue Zusammensetzung und Menge der Arten sagt viel über die Qualität des Wassers aus. Allerdings war das Umweltmonitoring durch Genanalysen wegen der stark divergierenden Mikrobengemeinschaften stark eingegrenzt. Das soll sich jetzt ändern. Mit der Verbindung von schneller Genomsequenzierung („Next-Generation-Sequencing“) und Künstlicher Intelligenz bekommt das Aufspüren der Bioindikatoren nun eine neue Qualität.

          Ein smartes Massenscreening von Wasserproben stellen Thorsten Stoeck von der Universität Kaiserslautern und Forscher der Universität Genf in „Trends in Microbiology“ in Aussicht. In der Nähe von norwegischen Lachsfarmen hat man das Verfahren getestet. Dabei ging es nicht darum, sämtliches Erbmaterial zu erkennen, sondern gezielt nach bestimmten Gensequenzen zu fahnden.

          Klug verdrahtet
          Klug verdrahtet

          Wenn der Mensch mit der Maschine – Intelligenzen im Labor

          Klug verdrahtet

          Gut neunzig Prozent der Mikroorganismen sind ohnehin gänzlich unbekannt. Vielmehr soll der Genomfingerabdruck der Umweltproben jeweils mit einer Referenzdatenbank abgeglichen werden. Big Data für die Wasserqualität. Theoretisch sollte sich dieses Verfahren zur Dauerumweltüberwachung eignen, allerdings muss es sich dazu noch tausendfach in Umwelttests bewähren.

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