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Klug verdrahtet : Die Jäger der verlorenen Datenschätze

Die Anden in Peru Bild: Reuters

Archäologen rekonstruieren die Bewegungsmuster und Techniken früherer südamerikanischer Kulturen. Dabei nutzen sie heute auch künstliche Intelligenz, um Spuren durch systematische Datenauswertung zu ermitteln.

          Die Herausforderung, auf der Grundlage materieller Kultur – also der Gegenstände, die von menschlichen Gemeinschaften hervorgebracht wurden – etwas über deren Schöpfer, ihre sozialen Strukturen und Interaktionen auszusagen, steht im Zentrum archäologischer Forschung. Welche Objekte dabei als besonders aussagekräftig anzusehen sind, ist Gegenstand methodischer Diskussionen.

          Sibylle Anderl

          Redakteurin im Feuilleton.

          Argentinische und spanische Wissenschaftler präsentieren nun im Journal der „Royal Society Open Science“ eine Studie, in der sie Künstliche Intelligenz dafür einsetzen, archäologische Daten auszuwerten und dabei eigenständig relevante Marker zu finden.

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          Wenn der Mensch mit der Maschine – Intelligenzen im Labor

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          Aus einer Vielzahl archäologischer Funde Südpatagoniens, die aus einem Zeitraum zwischen 13 000 vor Christus und dem Ende des neunzehnten Jahrhunderts stammen, versuchten sie auf diese Weise, die lokale Verbreitung, das technologische Wissen und die Mobilität der dort lebenden Gruppen abzuleiten. Dabei unterschieden sie Gemeinschaften, die nautische Technologien nutzten, von denen, die sich ausschließlich an Land aufhielten.

          Der Algorithmus war in der Lage, die Funde jeweils diesen beiden Gruppen zuzuordnen und Zusammenhänge zwischen den verwendeten Technologien und den Bewegungsmustern dieser Gemeinschaften zu identifizieren. Lernende Algorithmen, die in der Lage sind, standardisierte Datenbanken auszuwerten, könnten so zusammen mit statistischen Methoden zu wichtigen Analysewerkzeugen der Archäologie werden, behaupten die Forscher.

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