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UN-Sicherheitsrat : „Klimawandel bedroht den Weltfrieden“

  • Aktualisiert am
Der deutsche UN-Botschafter Peter Wittig: „Eine gute Nachricht”
          1 Min.

          Der UN-Sicherheitsrat hat sich auf eine von Deutschland vorgelegte Erklärung zum Klimawandel geeinigt. „Negative Folgen des Klimawandels könnten auf lange Sicht bereits bestehende Bedrohungen des Friedens und der Sicherheit in der Welt verschärfen“, heißt es in der am Mittwoch (Ortszeit) in New York verabschiedeten Erklärung. Zudem wurde Generalsekretär Ban Ki-moon aufgefordert, in seinen künftigen Berichten Klimaaspekte zu berücksichtigen.

          Vorausgegangen waren tagelange heftige Diskussionen in dem 15 Mitglieder zählenden Gremium . Deutschland hatte eigentlich auf eine wesentlich deutlichere Stellungnahme gedrängt, war jedoch am Widerstand Russlands gescheitert. Nach zähen Verhandlungen stimmte Moskau der weicheren Version jedoch zu. In dem ursprünglichen deutschen Entwurf war ein engerer Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und dem internationalen Frieden hergestellt worden.

          „Eine gute Nachricht“

          Deutsche Diplomaten sprachen dennoch von einem Durchbruch. UN-Botschafter Peter Wittig lobte die „Kooperation und Flexibilität“ der Mitglieder des Sicherheitsrats. „Unsere Debatte hat zu einem Ergebnis geführt, und das ist eine gute Nachricht.“ Außenminister Guido Westerwelle (FDP) würdigte die Debatte ebenfalls. Während seines Besuches in Kabul sagt er: „Dass jetzt auch der Sicherheitsrat die Gefahren anerkannt hat, ist ein wichtiger Erfolg der deutschen Klimadiplomatie.“

          UN-Sicherheitsrat : Westerwelle übernimmt Vorsitz

          Extreme Wetterlagen stiegen in ihrer Häufigkeit und könnten ein gefährliches Sicherheitsvakuum zur Folge haben, sagte Ban Ki-moon bei der Debatte im Sicherheitsrat, in dem Deutschland derzeit den Vorsitz hat. Die UN-Botschafterin der Vereinigten Staaten Susan Rice kritisierte dagegen die vorsichtige Formulierung der Erklärung und sprach von einem „mehr als enttäuschenden“ Ergebnis.

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