https://www.faz.net/-gwz-7r9ae

Erderwärmung : Bundesregierung fürchtet 200 Millionen Klimaflüchtlinge

  • Aktualisiert am

Dürre in China Bild: dpa

Entwicklungsminister Gerd Müller fordert die Industriestaaten zur strikteren Begrenzung ihrer Emissionen auf. Ansonsten drohten der Welt Hitzewellen, Dürren „ungeahnten Ausmaßes“ und riesige Flüchtlingsströme.

          1 Min.

          Die Bundesregierung warnt vor katastrophalen Folgen der Erderwärmung. Entwicklungsminister Gerd Müller sagte der „Rheinischen Post“, die wichtigsten sieben Industriestaaten müssten sich auf verbindliche Klimaschutz-Ziele verständigen. „Wenn wir das Zwei-Grad-Ziel nicht erreichen, müssen wir mit 200 Millionen Klimaflüchtlingen rechnen, weil sich beispielsweise in Afrika Dürrezonen ausbreiten und Hitzeperioden ungeahnten Ausmaßes entstehen“, so der CSU-Politiker.

          Die Erderwärmung soll auf maximal zwei Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit gehalten werden. Die Folgen eines solchen Anstiegs - Wirbelstürme, Überschwemmungen und Dürren - gelten als gerade noch beherrschbar.

          Das rasante Wachstum in China und anderen asiatischen Ländern, das mit einem stärkerem Ausstoß von Treibhausgasen einhergeht, gefährdet Forschern zufolge aber das Ziel. Die chinesische Führung hatte jüngst über striktere Deckelung der Emissionen spekuliert, ruderte dann jedoch wieder zurück.

          Weitere Themen

          Warum fällt die ISS nicht auf die Erde? Video-Seite öffnen

          Erklärvideo : Warum fällt die ISS nicht auf die Erde?

          Warum fällt die Internationale Raumstation ISS nach all den Jahren, die sie bereits in ihrer Erdumlaufbahn verweilt nicht irgendwann vom Himmel? Und was, wenn es doch passieren sollte? Unser Erklärvideo gibt Antworten.

          Malven für die Stadtrebellion

          Ab in die Botanik : Malven für die Stadtrebellion

          Zürich und Berlin haben eine zart blühende Gemeinsamkeit, die beinahe vergessen lässt, dass die beiden Städte auch eine dunkle Vergangenheit teilen: Stockrosen – von Anwohnern und den urbanen Gärtnern geliebt, von den Behörden inzwischen immer öfter geduldet.

          Topmeldungen

          Kommt es zum neuen Kalten Krieg zwischen China und den Vereinigten Staaten?

          Amerika gegen China : Ein Planet – zwei Welten

          Internet, Finanzsystem und Forschung: Wie im Kalten Krieg droht die Welt wieder in zwei Blöcke zu zerfallen. Wie sich das anfühlen würde, wird immer greifbarer.
          „Monte Kali“: Die Abraumhalde bei Heringen im hessisch-thüringischen Grenzgebiet

          Kalisalzabbau in Thüringen : Der salzigste Fluss Europas

          Die Entsorgung von Abwasser aus dem Kalibergbau in Werra und Weser sollte längst vorbei sein. Aber der Bergbaukonzern K+S beantragt immer wieder eine Verlängerung – sehr zum Ärger Thüringens.

          Öl-Katastrophe : Frachter vor Mauritius auseinandergebrochen

          Der aufgelaufene Frachter bescherte Mauritius die schlimmste Öl-Katastrophe, die der Inselstaat je erlebt hat. Nun hat es das Schiff in zwei Teile zerrissen. 1000 Kilometer vor der Küste soll der Bug versenkt werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.