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Erderwärmung : Bundesregierung fürchtet 200 Millionen Klimaflüchtlinge

  • Aktualisiert am

Dürre in China Bild: dpa

Entwicklungsminister Gerd Müller fordert die Industriestaaten zur strikteren Begrenzung ihrer Emissionen auf. Ansonsten drohten der Welt Hitzewellen, Dürren „ungeahnten Ausmaßes“ und riesige Flüchtlingsströme.

          Die Bundesregierung warnt vor katastrophalen Folgen der Erderwärmung. Entwicklungsminister Gerd Müller sagte der „Rheinischen Post“, die wichtigsten sieben Industriestaaten müssten sich auf verbindliche Klimaschutz-Ziele verständigen. „Wenn wir das Zwei-Grad-Ziel nicht erreichen, müssen wir mit 200 Millionen Klimaflüchtlingen rechnen, weil sich beispielsweise in Afrika Dürrezonen ausbreiten und Hitzeperioden ungeahnten Ausmaßes entstehen“, so der CSU-Politiker.

          Die Erderwärmung soll auf maximal zwei Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit gehalten werden. Die Folgen eines solchen Anstiegs - Wirbelstürme, Überschwemmungen und Dürren - gelten als gerade noch beherrschbar.

          Das rasante Wachstum in China und anderen asiatischen Ländern, das mit einem stärkerem Ausstoß von Treibhausgasen einhergeht, gefährdet Forschern zufolge aber das Ziel. Die chinesische Führung hatte jüngst über striktere Deckelung der Emissionen spekuliert, ruderte dann jedoch wieder zurück.

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