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+++ Klimaticker November +++ : Polardreck, Algenboom, Klimagroßmacht

Schwedens König Carl XVI. Gustaf im olivgrünen Freizeit-Look.
Schwedens König Carl XVI. Gustaf im olivgrünen Freizeit-Look. : Bild: dpa

  

+++ 23. November. Mehr als 600.000 Menschen sind in den vergangenen 20 Jahren den Vereinten Nationen zufolge durch Fluten, Stürme, Hitzewellen und Dürren ums Leben gekommen. Das teilt die Nachrichtenagentur epd mit. In dem Zeitraum hätten sich rund 6.450 wetterbedingte Katastrophen ereignet, so das UN-Büro zur Katastrophenbekämpfung (UNISDR) am Montag in Genf. Die Katastrophen hätten 4,1 Milliarden Menschen seit 1995 direkt getroffen: Sie seien verletzt oder obdachlos geworden oder hätten humanitäre Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Nach Schätzungen des UNISDR entstehen durch wetterbedingte Katastrophen jährlich Sachschäden zwischen 250 und 300 Milliarden US-Dollar. Am stärkten durch Unwetter betroffen waren die Vereinigten Staaten (472 Katastrophen), China (441), Indien (288), die Philippinen (274) und Indonesien (163). Der Klimawandel vermehre und verstärke die verheerenden Unwetter, wird gewarnt. Die krasse geographische Benachteiligung soll allerdings bald aufhören. Europa ist immer noch so katastrophenarm, dass Amerika dazu aufgerufen wurde, im Rahmen des Freihandelsabkommens TTIP künftig drei Viertel ihrer Hurrikans mit dem Golfstrom frei Haus nach Europa zu liefern. Deutschland, das sich auch im gebeutelten Westen den Ruf erworben hat, alles zu schaffen, soll die erste Tranche mit Zyklonen der Kategorie 5 übernehmen.+++

Eine Bohrinsel in der Nordsee
Eine Bohrinsel in der Nordsee : Bild: Reuters

+++ 23. November. Schwedens König Carl XVI. Gustaf würde der Umwelt zuliebe am liebsten alle Badewannen verbieten lassen. Das sagte er laut dpa im  Interview für die Zeitung „Svenska Dagbladet“. Darin hatte er zum Umweltschutz durchs Duschen aufgerufen. Sein Kommentar sei natürlich „leicht scherzhaft“ gemeint, fügte der König hinzu. „Aber es liegt ein Funken Wahrheit darin. Die kleinen Details haben einen enormen Effekt.“ Kurz vor dem Interview hatte der König sein Bad an einem Ort nehmen müssen, an dem es keine Dusche, sondern nur eine Badewanne gegeben habe, erzählte er der Zeitung. „Das hat soviel Wasser und Energie verbraucht. Es ist mir so klar geworden, dass es nicht klug ist, dass ich das hier machen muss. Ich habe mich richtig geschämt.“ Der schwedische König fährt ein Hybrid-Auto, isst weniger Fleisch und versucht auch, im Palast Energie zu sparen. Im Interview musste der 69jährige aber zugeben: „Das ist nicht ganz einfach in einem so alten Haus.“ Wie meinte doch der Staatstheoretiker Toqueville: Je mehr der Adel aufhört, eine Aristokratie zu sein, um so mehr scheint er eine Kaste zu werden.+++

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