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+++ Klimaticker Januar +++ : Klimamodelle, Katastrophenwerte, Algenpest

Der Heilbuttfischer angelt mit einer 2 Kilometer langen langen Leine.
Der Heilbuttfischer angelt mit einer 2 Kilometer langen langen Leine. : Bild: Jan Grossarth

+++ 26. Januar. Die Erwärmung der Nordpolarmeere dürfte die Fischfauna im Nordatlantik und Nordpazifik deutlich verändern. Über Nordost- und Nordwestpassage soll es unter zunehmend eisfreien Bedingungen und bei sukzessiv stärkerem Algenwachstum zu regelrechten Fischwanderungen kommen. Das haben dänische und Schweizer Arktisforscher aus den bevorstehenden Umweltveränderungen und den jeweiligen ökologischen Bedürfnisse der Arten abgeleitet. Bisher kommen nur etwa 135 der insgesamt mehr als 800 Fischarten jenseits des 50. Breitengrades in beiden Ozeanen vor.   Bis zum Jahr 2100 sollen dann bis zu 41 Arten aus dem Atlantik in den Pazifik einwandern und 44 Arten aus dem Pazifik in den Atlantik. Das berichten die Forscher in „Nature Climate Change“. Reisefreiheit hin oder her, die Ungleichgewichte zugunsten der Atlantikanreiner in Europa und Nordamerika  bringt die Russen auf die Palme. Die Fischereiflotten sind angewiesen, sämtliche Pazifikfische auf territoriale Treue zu verpflichten. Wenn das so weiter geht mit der Erwärmung, ließ Putin seine politischen Weggefährten wissen,  sehe man sich doch noch gezwungen, massiv gegen den Klimawandel vorzugehen. +++   

Bild: DPA

+++  22. Januar. Die Chancen steigen, dass das Great Barrier Reef, das größte Korallenriff der Welt vor der Küste Australiens, noch in diesem Jahr auf die Liste der gefährdeten Weltnaturerbeplätze rutscht. Das Riff war 1981 von der Unesco als Welterbe anerkannt worden. Es beherbergt auf einer Fläche Japans mehr als vierhundert Korallenarten, 1500 Fischarten und mehr als viertausend unterschiedliche Schnecken und Muschelarten. In den letzten 27 Jahren ist  knapp die Hälfte des Riffs verloren gegangen, und wenn die Erwärmung weiter um ein bis zwei Grad voranschreitet könnte die Ausdehnung des Riffs bis Ende des Jahrhunderts auf zehn Prozent schwinden. Das haben Forscher des australischen Nationalen Instituts für mathematische und biologische Synthese („Nimbios“) festgestellt.  „Die Lebensgemeinschaft des Riffs dürfte sich grundsätzlich ändern“, berichten Jennifer Cooper und ihre Kollginnen in der Zeitschrift „Ecology“ (http://dx.doi.org/10.1016/j.jtbi.2015.01.002).  Das Computermodell, das die jüngste Entwicklung im Barrier-Riff simuliert, soll den Forschern zufolge demnächst auch für die Berechnung der Dynamik von europäischen Wäldern verwendet werden.  Das Ergebnis steht allerdings schon jetzt fest. Deutschlands Waldflächen etwa, die seit vielen Jahren sukzessive zunehmen , werden zum Umweltproblem Nummer eins. Bis zum Ende des Jahrhunderts dürften sie weite Teile der Kulturlandschaft erobert haben. Die Bäume lassen keinen Flecken unberührt. Zuletzt wird das Wattenmeer von invasiven Robinien und feisten Birken eingenommen und das Wattenmeer auf der Liste der gefährdeten Weltnaturerben landen. +++

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