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Jenseits der Klimaschlagzeilen : Das sensiblere Bewusstsein als Chance begreifen

  • -Aktualisiert am

Wieso Klimakatastrophe? Freude aufs Weinklima in Nordeuropa Bild: ddp

Die Diskussion um Veränderungen des Klimas hält an. Sie zeigt mehrere Tendenzen: Man diskutiert sachlicher, weniger katastrophenlüstern und nicht mehr nur aus dem Elfenbeinturm heraus. Gleichzeitig verharren Politiker auf Positionen, die nicht unumstritten sind.

          8 Min.

          Zu allen Zeiten war die Erzeugung von Angst das wichtigste Mittel zur Beherrschung von Menschen, denn Angst lähmt das Denken. Heute versprechen medienorientierte Wissenschaftspropheten der Menschheit ein nahes Ende durch die „Klimakatastrophe“, um sie für die Umsetzung politischer Ziele gefügig zu machen. Wie immer in der Geschichte verbirgt sich dahinter das Streben nach Macht und Geld. Altkanzler Helmut Schmidt: „Dieser Weltklimarat hat sich selbst erfunden, den hat niemand eingesetzt. Die Bezeichnung Weltklimarat ist eine schwere Übertreibung. Diese ganze Debatte ist hysterisch, überhitzt, auch und vor allem durch die Medien. Klimatischen Wechsel hat es auf dieser Erde immer gegeben, seit es sie gibt.“

          Seit unserem ersten Bericht vom 27. März über die Entwicklung des Erdklimas (siehe: Mehr Licht im Dunkel des Klimawandels) sind die Horrorszenarien in den Medien deutlich seltener geworden. Die Darstellung des wechselvollen Klimas in der Erdgeschichte dagegen hat sich in den Vordergrund geschoben. Wir hatten festgestellt, dass es ohne jeglichen menschlichen Einfluss Kalt- und Warmzeiten auf der Erde gegeben hat, wobei hohe und tiefe Temperaturen, ein hoher und niedriger CO2-Gehalt in der Atmosphäre aufeinander folgten. So sank der CO2-Gehalt der Atmosphäre zur wärmsten Zeit des Holozäns vor etwa 8000 Jahren nach Ende der letzten Eiszeit auf ein Minimum von etwa 260 ppm (parts per million), um bei zunehmender Abkühlung auf nun etwa 380 ppm anzusteigen (Indermühle et al. 1989).

          Schlampige Forschung, Ignoranz, Datenselektion

          Auch diese 260 ppm CO2 sind mit Vorsicht zu behandeln, sie sind vermutlich zu niedrig angegeben. Darauf wies der Chemiker Professor Hans-Eberhard Heyke schon vor Jahren eindringlich hin und nennt eine Vielzahl von CO2-Messungen in der Vergangenheit, die vom IPCC (Intergovernmental Panel of Climate Change) entweder völlig ignoriert oder herabgewürdigt wurden. Heyke lieferte dem Biologen Ernst Beck wertvolle Hinweise für eine umfangreiche Studie, die demnächst als Buch erscheint (History of CO2 Gas Analysis of Air by Chemical Methods). Dazu bemerkt Ernst Beck: „Die CO2-Konzentration wurde in den letzten 180 Jahren mit hoher Präzision (Messfehler innerhalb 3 Prozent) von berühmten Experten der Naturwissenschaften - darunter zwei Nobelpreisträger - gemessen. Es wurden mehr als 90.000 präzise Werte gefunden, die das IPCC ignoriert. Danach schwankt die CO2-Konzentration mit dem Klima und der Temperatur. In den letzten 200 Jahren hatten wir schon dreimal höhere CO2-Konzentrationen als heute: um 1825, 1857 und 1942.

          Umweltminister Gabriel mit einem Eisbohrkern

          Dagegen sind die Eisbohrkern-Rekonstruktionen und Kohlenstoff-Modelle des IPCC ungenau oder falsch. Die Herren Charles Keeling und G. Callendar - auf sie gehen die heutigen Aussagen des IPCC zurück - haben Daten selektiert, die Literatur ignoriert und historische Daten falsch beurteilt. Das IPCC hat sie ungeprüft übernommen. Eine konstante ,vorindustrielle Konzentration' von 280 ppm CO2 hat es nie gegeben. Sie betrug im 19. Jahrhundert etwa 321 ppm. Es gibt keinen ,menschengemachten Treibhauseffekt', er ist eine Erfindung von Callendar, Keeling und dem IPCC und basiert auf schlampiger Forschung, Ignoranz und Datenselektion.“

          Geringer Einfluss von CO2

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