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Chronische Endometritis : Ein Zwicken für den Kinderwunsch

  • -Aktualisiert am

Unerfüllte Elternschaft kann viele Gründe haben, selbst physiologische Ursachen sind oft schwer zu ermitteln. Bild: Plainpicture

Wiederholte Fehlgeburten könnten an einer unentdeckten Entzündung auf der Gebärmutter liegen. Schon das Abklären scheint für viele Frauen offenbar die Lösung.

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          Fehlgeburten kommen bei manchen Frauen immer wieder vor. Eine bis zwei von hundert Frauen trifft das Schicksal. Als Ursache wird zunehmend eine chronische Endometritis diskutiert. Das ist eine Entzündung der Schleimhaut in der Gebärmutter, die meistens keine Symptome verursacht und die vermutlich durch eine gestörte Reaktion des Körpers auf die Keimflora in der Gebärmutter entsteht.

          Nicht zu verwechseln ist die Krankheit mit einer Endometriose. Hier findet sich Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnlich ist, außerhalb des Uterus. Es blutet periodisch und verursacht Schmerzen. Obwohl nicht bewiesen ist, dass und welche Keime eine Rolle bei der Entstehung der Endometritis spielen, mehren sich die Hinweise, dass sich die Suche nach der Entzündung auszahlt und – wenn diese vorliegt – eine Antibiotikabehandlung die Chance auf ein Kind möglicherweise erhöht. Forscher der Universität Bern haben dies kürzlich mit Daten von 108 Frauen nahegelegt.

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