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„Bild“ gegen Drosten : Wahrheit im Corona-Style

Streit mit der Bild-Zeitung: Virologe Christian Drosten Bild: dpa

Die Kampagne gegen den Virologen Drosten ist sachlich unbegründet, niveaulos und niederträchtig. Sie richtet sich gegen die Wissenschaft. Und damit ist weder der Gesellschaft noch der Politik gedient.

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          Dass viele die Wissenschaft anfangs als hilfreich und dann als anmaßend wahrgenommen haben im Lockdown, ist als emotionaler Gestus durchaus nachvollziehbar, sogar für den Virologen. Muss man deswegen aber jetzt die Nerven verlieren und die Wissenschaft mit brachialer Rhetorik zum Gespött machen? Ausgerechnet jetzt, im beinahe vollständigen Wiederbesitz aller Freiheiten, und ausgerechnet in diesem Land mit seiner international gesehen mehr als akzeptablen Corona-Bilanz – die es wem, wenn nicht den hohen wissenschaftlichen Ansprüchen der Mehrheit im Land zu verdanken hat?

          In den vergangenen Tagen haben sich die Attacken der „Bild“-Zeitung und ihrer Twittergefolgschaft auf den Charité-Virologen Christian Drosten und die Regierung Merkel ins Absurde gesteigert. Vordergründig geht es um eine Charité-Studie und die wissenschaftlich ungelöste Frage, welchen Anteil genau Kinder und Schüler zum Infektionsgeschehen beitragen.

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