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Corona-Impfschutz in Gefahr? : Das Virus ist Wiederholungstäter

Die Impfstoff-Spritze: Wie lange wird der gezielt herbeigeführte Immunschutz gegen den Erreger halten? Bild: dpa

Zweimal anstecken mit dem Pandemie-Virus, das geht, wie jetzt erstmals gezeigt wurde. Warum das die Impfstoffentwickler aufhorchen lässt – und dennoch keine Schreckensnachricht sein muss.

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          Als wären die fast 24 Millionen bestätigten Infektionen weltweit und mehr als 800.000 Covid-19-Toten nicht genug zu verkraften, erscheint am Horizont plötzlich auch die quälende Frage wieder, die seit den ersten Wochen der Sars-CoV-2-Ausbreitung wie ein Damoklesschwert über der Pandemie schwebt: Können sich genesene Corona-Opfer zweimal nacheinander anstecken? Was also, wenn es so etwas wie eine anhaltende Immunität nach durchgestandener Infektion gar nicht gibt? Wenn womöglich sogar die Geimpften nach ein paar Monaten wieder infiziert werden können und erkranken?

          Joachim Müller-Jung
          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Der Bericht eines 33-jährigen Hongkonger Informatikers, der sich im Abstand von viereinhalb Monaten nachweislich mit zwei unterschiedlichen genetischen Varianten von Sars-CoV-2 angesteckt hat, lässt solche Phantasien wieder aufblühen. Frühere Hinweise aus Südostasien über solche „Reinfektionen“ waren noch nicht stichhaltig genug. Nun aber haben Wissenschaftler der University of Hongkong Details aus der Untersuchung des jungen IT-Mitarbeiters über die sozialen Netze verbreitet, die einige Diskussionen auslösten.

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