https://www.faz.net/-gwz-9nvkm

Streitgespräch zu China : „Wir brauchen etwas, das offen ist und knallhart zielorientiert“

Chinas Zukunft 2019: Die Expo in Guiyang war auch eine Leistungsshow chinesischer Digitalkunst. Bild: dpa

Was kann deutsche Forschung dem Innovationsriesen China noch entgegensetzen? Die Präsidenten von Max-Planck und Fraunhofer präsentieren Lösungen – allerdings sehr verschiedene.

          6 Min.

          Die Technologiemächte der Welt drehen auf. In Berlin herrscht Alarmstimmung, eine neue Innovationskultur wird gesucht, die der globalen Dynamik gewachsen ist. Im Zentrum: die neugegründete, aus Bundesmitteln finanzierte Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen – ein neues Instrument für bahnbrechende, marktgängige Erfindungen, die auch im eigenen Land genutzt werden sollen. Die Ministerpräsidenten der Länder haben zudem die neuen „Wissenschaftspakte“ abgesegnet. 120 Milliarden Euro fließen bis 2030 in die Wissenschaftsorganisationen. Sichert das alles unsere wissenschaftliche Wettbewerbsfähigkeit?

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Ist China der neue Maßstab für wissenschaftliche Innovationen?
          STRATMANN: China ist heute schon in vieler Hinsicht der Maßstab. Wissenschaft läuft Innovationsprozessen oft voraus. Und in China gibt es einfach schon einen hohen Anteil sehr guter Wissenschaft. Auf Feldern wie der Elektrochemie entsteht dort ein Pool an hochqualifizierten Studenten, von denen später viele in die Wirtschaft gehen. Bei uns ist das ja nicht anders. Und an den Publikationen sieht man, wo Großes entsteht.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Autor demokratiefeindlicher Texte: Carsten Rentzing in seinem Büro in Dresden 2015

          Sächsischer Landesbischof : Ein Verschweiger vor dem Herrn

          Sachsens Landesbischof Carsten Rentzing ist zurückgetreten. Als Student hatte er für eine nationalistische Zeitschrift geschrieben. Die unübersichtlichen Vorgänge sorgen für Unruhe in der evangelischen Kirche.