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Archäologie und Paläogenetik : Das dritte Element – im europäischen Mix

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Drei Meter hoch, fünfzig Meter breit: In diesem bulgarischen Kurgan fanden sich fünfzehn Gräber aus mehreren Epochen. Zuunterst lag ein Kind, das hier vor rund 5000 Jahren bestattet wurde, die Drohne-Aufnahme zeigt die Grube in der Mitte rechts. Bild: Alexander Suvorov/Universität Helsinki

In der Bronzezeit wurde Europa neu gemischt. Aus der Steppe kamen Migranten, die unser Erbgut bis heute prägen: Wer waren diese Menschen, was machte sie so erfolgreich? Eine Spurensuche.

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          Höchste Zeit, ein paar Sonnenschirme zu kaufen. Die heftige Hitzewelle hatte nun Bulgarien erreicht, und bei bald 40 Grad Celsius war es in der prallen Sonne kaum auszuhalten, noch dazu stundenlang. Also legten wir einen Zwischenstopp im Baumarkt ein, griffen Schirme in munterem Grün-Blau und passende Ständer, und weiter ging es zum Hügel. Unser Ziel war keine Düne, kein Strand an der bulgarischen Goldküste, wo sich deutsche Partytouristen gerne tummeln, sondern ein staubiger Acker rund eine Autostunde vom Schwarzen Meer entfernt.

          Und die Schirme sollten uns auch nicht beim Faulenzen im Liegestuhl Schatten spenden, sondern blanke Knochen vor direkter Sonneneinstrahlung schützen – und natürlich all jene, die sich mühten, überaus fragile Zeitzeugen vorsichtig freizulegen. Im aktuellen Fall waren das Skelette aus der Bronzezeit, die über Jahrtausende im Boden lagen und jetzt helfen könnten, ein entscheidendes Kapitel der bewegten europäischen Vorgeschichte zu enträtseln.

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